Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland Bessere Busanbindung bleibt ein Traum
Landkreis Hinterland Bessere Busanbindung bleibt ein Traum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 15.01.2013
Marburg

Tief in Wehrda, von Steigungen umgeben, liegt das Seniorenzentrum Weisser Stein mit dem Alten- und Pflegeheim Haus Käthe auf einer Hügelkuppe der Magdeburger Straße. Sie brauche zwanzig Minuten, um von einer der nächstliegenden Bushaltestellen zum Haus zu laufen, die Luft gehe ihr aus und die Beine wollen nicht mehr, erzählt Bewohnerin Elfriede Laubscher. Und dabei sei sie für ihre 89 Jahre noch besser zu Fuß, als die meisten anderen Bewohner des Seniorenzentrums. Mobil zu sein bedeutet für die ehemalige Oberstädterin Lebensqualität. Nach wie vor trifft sie sich regelmäßig mit ihren Bekannten.

Seit Jahren wünscht sich die private Senioreneinrichtung eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die nächstgelegenen Haltestellen, wie „Ernst-Lemmer-Straße“ sind in etwa 250 Metern Entfernung, werden aber durch die starke Steigung zum Haus zu einer nahezu unüberwindbaren Hürde für Senioren. Seit etwa zehn Jahren fordere man eine Verbesserung in dieser Hinsicht, so Heimleiter Hans- Jürgen Bindbeutel. Im April 2010 richtete er sich schließlich mit einer Anfrage an den Wehrdaer Ortsbeirat: „Um die Mobilität der Senioren im Stadtteil Wehrda zu gewährleisten, sollte man prüfen, ob eine zusätzliche Bushaltestelle auf dem Parkplatz des Studentenwohnheims in der Magdeburger Straße eingeführt werden kann“, hieß es darin. Der Ortsbeirat habe sich damals nicht abweisend aber auch nicht unterstützend geäußert. „Wir sind gefordert den Nahverkehr selbst zu organisieren, weil die Stadtwerke nicht fähig sind, uns anzuschließen“, sagt Bindbeutel. Man könnte doch wenigstens drei- bis vier-mal pro Tag einen Bus durch die Magdeburger Straße leiten. Entweder nur bis zu besagtem Parkplatz oder in einer Schleife, die durch Magdeburger Straße auf die Freiherr-von-Stein-Straße führen könnte.

Auf dem großen Parkplatz etwa 100 Meter unterhalb der Einrichtung, könne eine zusätzliche Haltestelle eingerichtet werden. „Meine Meinung ist: Solche Einbindungen sollten verpflichtend sein, damit unsre Senioren am öffentlichen Leben teilhaben können. Ich sehe hier keinen Willen einen vernünftige Lösung zu finden, möchte aber die Politik dazu auffordern, diesem Problem nachzukommen“, so Bindbeutel. Er betreibt den sogenannten Shopping-Shuttle, der die Innenstadt zweimal pro Woche anfährt. Die Anbindung zum Seniorenheim zu organisieren, sei jedoch nicht seine Aufgabe. „Wir übernehmen im Grunde die Aufgabe der Kommune, den öffentlichen Personennahverkehr“, sagt er.

Auf Anfrage der OP wurde die Lage seitens der Stadtwerke mit einer Ortsbegehung erneut geprüft. „Ich habe Verständnis für dieses Anliegen, sehe aber im Moment keine Möglichkeit ihm nachzukommen“, so Christoph Rau, Fahrgastbeirat der Stadt Marburg. Aus mehreren Gründen könne eine zusätzliche Haltestelle am Parkplatz des Studentenwohnheims in der Magdeburger Straße oder eine Verlegung der Haltestelle „Ernst-Lemmer-Straße“ an diese Stelle nicht realisiert werden. Die Topografie sei für die Gelenkbusse durch die Steilheit einfach zu schwierig. Käme er aus der Magdeburger Straße zurück auf die Ernst-Lemmer-Straße habe der Bus zu wenig Anlauf, um die Steigung zum Sachsenring zu schaffen. Der Parkplatz eigne sich durch seine Beschaffenheit nicht für einen Wendeplatz.

Die Verbundpflastersteine des Platzes würden sich durch die Belastung der Busse sehr schnell abnutzen. Auch die Gelenkbusse können nicht zeitweilig durch einfache Busse ersetzt werden, da beide Wehrdaer Linien vom Richtsberg kommen und immer stark ausgelastet seien. Vor allem aber sei der Kundennutzen sei sehr gering, so dass auch eine Schleife durch die Magdeburger Straße nicht rentabel erscheint.

„Wir wollen die Hauptverkehrsachsen bedienen und das möglichst auch in der Nähe von Seniorenheimen“, so Rau. „Ich kann das Anliegen verstehen, aber der Zugewinn ist einfach zu gering.“

Wenn alles nach Plan läuft und dazu auch noch das Wetter mitspielt, dann wird der VfL Weidenhausen in diesem Jahr seinen geplanten Erweiterungsbau am Sportheim realisieren.

15.01.2013

Die Mitglieder des Gesangvereins 1884 Bottenhorn bestätigen ihren Vorstand mit Werner Jäger an der Spitze für zwei Jahre im Amt.

14.01.2013

Regina Schramm widmet sich in ihrer Freizeit als Ausgleich zu ihren Alltagstätigkeiten der Malerei in Acryltechnik sowie dem Fotografieren.

14.01.2013