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Berufe aus erster Hand erleben

Ausbildungsbörse Berufe aus erster Hand erleben

Am 22. und 23. Januar erlebt die Ausbildungsmesse der Arbeitsagentur im Cineplex ihre dritte Auflage. Jetzt mit an Bord: Die Kreishandwerker-schaft und die IHK.

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Am 22. und 23. Januar können sich Jugendliche bei der Ausbildungsmesse im Marburger Cineplex direkt über mögliche Traumberufe informieren.Archivfoto

Marburg. „Nimm Deine Zukunft in die Hand“ sagen Agentur für Arbeit Marburg, Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg und Kreishandwerkerschaft Marburg, die in gemeinsamer Regie die Ausbildungsbörse im Cineplex gestalten.

Die ersten beiden Ausbildungsmessen waren jeweils ein großer Erfolg. „Im vergangenen Jahr besuchten etwa 1600 Schüler an den beiden Tagen das Cineplex“, sagt Dr. Heike Beber, Pressesprecherin der Marburger Arbeitsagentur. An diesen Erfolg wolle man nun anknüpfen.

Das war laut Agenturleiter Volker Breustedt auch ein Grund, weitere Partner mit ins Boot zu holen. „Bisher haben wir die Messe alleine organisiert. Aber im vergangenen Jahr haben wir uns mit IHK und Kreishandwerkerschaft zusammengesetzt. Denn es liegt im Interesse der Region, dass die Akteure, die sich die Aufgaben der Ausbildung weitestgehend teilen, die Messe gemeinsam organisieren.“

Am Mittwoch, 22., und Donnerstag, 23. Januar, können sich die Schüler im gesamten Cineplex bei gut 40 Ausstellern über mehr als 70 Ausbildungsberufe informieren. „Zielgruppe sind die Vorabschluss- und Abschlussklassen 2015“, erläutert Astrid Heydecke vom Organisationsteam der Arbeitsagentur. Alle Schulen im Stadtgebiet Marburgs und in Stadtallendorf seien angesprochen worden - mit großer Resonanz. Dort hätten die Berufsberater der Arbeitsagentur die entsprechenden Klassen auch schon auf die Messe vorbereitet.

Damit nicht alle Schüler der Abschlussklassen gleichzeitig die Messe stürmen, wurden sie in Gruppen eingeteilt. Diese bekommen dann zunächst eine kurze Einführung, dann haben sie eineinhalb Stunden Zeit, um sich an den Ständen zu informieren.

Doch nicht nur die Abschlussklassen sind willkommen: „Die Messe ist eine Veranstaltung für alle“, stellt Heydecke klar. „Alle Schüler und deren Eltern und alle Interessierten können sich gerne informieren.“

Gemeinsame Präsentation ist bisher einzigartig

Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher freut sich über die gemeinsame Präsentation im Cineplex und zieht Parallelen zur „Aktionswoche Handwerk“, bei der sich in der Vergangenheit immer rund 1000 Schüler über Handwerksberufe informierten.

„Bei dieser Messe kommen Innungen, Firmen und Verbände, das gibt es in dieser Form in Marburg bisher nicht. Und es stecken keine wirtschaftlichen Interesse dahinter, sondern es ist reiner Selbstzweck der Aussteller, junge Menschen für die Berufe zu begeistern.“ Er stelle eine gewisse Inflation in Bezug auf Messen fest. „Warum muss eine Krankenkasse eine Ausbildungsmesse anbieten? Da frage ich mich schon, was dahintersteckt und was der eigentliche Sinn einer Krankenkasse ist, das finden wir nicht gut“, so der Kreishandwerksmeister. Da sei die gemeinsame Ausbildungsmesse doch die bessere Alternative, „noch dazu an einer Location, die in ist, wie das Cineplex. Das ist ein Ort, den die jungen Menschen kennen und mögen.“

Henner Geil, Leiter des IHK-Servicezentrums Marburg, sieht die Ausbildungsmesse als idealen Ort: „Dort lernt man die Betriebe nicht nur theoretisch kennen. Sondern die Schüler spüren direkt die Atmosphäre, die in den Betrieben herrscht.“ Die jungen Leute würden erfahren, dass der Stellenwert der Auszubildenden sehr hoch sei, dass sie eine qualifizierte Ausbildung bekämen „und dass sie den Betrieben sehr willkommen sind“, so Geil.

Die Messe sei einfach ein „Ort der Klasse. „Ich wüsste nicht, wo man sonst in so kurzer Zeit und konzentriert an einem Ort die entsprechenden Aktoren mit den jungen Leuten zusammenbringen könnte - das kann man nur so schaffen“, ist sich Geil sicher.

Dies könne auch das Internet mit seiner unpersönlichen Art nicht leisten - „bei der Messe gibt es verbindliche Informationen“, so Geil.

Messe soll Berufswahl zum Anfassen ermöglichen

Die Ausbildungsmesse soll eine „Berufswahl zum Anfassen“ möglich machen. Daher informieren Berufsberater der Agentur für Arbeit die Schüler über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten nach der Schule. Die IHK-Bildungsberatung informiert über Ausbildungs- und Prüfungsfragen sowie über Fragen der beruflichen Weiterbildung.

Ausbildungsmöglichkeiten sowie Karrierechancen im Handwerk sind die Kernthemen der Kreishandwerkerschaft. Zudem bietet sie Übersichten von Ausbildungs- und Praktikumsbetrieben verschiedener Branchen. In Vorträgen werden Möglichkeiten in der Berufswelt vorgestellt. Außerdem geben die Ausbildungsstellenvermittler der Arbeitsagentur einen Überblick über freie Lehrstellen.

Eine große Rolle spielen auch die gut 40 einheimischen Ausbildungsbetriebe, die einen repräsentativen Branchenmix darstellen.

Agenturleiter Volker Breustedt erklärt: „An den Ständen gibt es Informationen aus erster Hand. Und zwar nicht nur von Verantwortlichen, sondern auf Augenhöhe von Auszubildendem zu Schüler.“ Zudem präsentieren die Firmen ihre Ausbildungsberufe an interaktiven Informationsständen.

Weitere Informationen, das Ausstellerverzeichnis und das Programm gibt es vorab über die Berufsberatung und den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Marburg. Kontakt: Telefon 06421-605-153 oder 605-158 , E-Mail: Marburg.151-U25@arbeitsagentur.de oder Marburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

von Andreas Schmidt

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