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Hinterland Belegschaft fordert Mindeststandard
Landkreis Hinterland Belegschaft fordert Mindeststandard
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18:04 04.09.2013
Martina Lindmaier zeigt, was ihrer Meinung nach Sache ist: 162 000 Beschäftigte fehlen, deshalb fordert Verdi eine gesetzliche Personalbemessung für Krankenhäuser wie Vitos in Marburg.Foto: Nadine Weigel Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Aus diesem Grund mobilisiert die Gewerkschaft Verdi den „weißen Block“, bestehend aus Krankenhauspersonal. Möglichst viele Unterschriften sollen auf diese Weise zusammenkommen, um eine gesetzlich verankerte Quotenregelung zu treffen. Gestern fand daher eine Kundgebung auf dem Marburger Gelände der Vitos-Kliniken statt. Der Slogan des Protests: „Sind Hotelbetten wichtiger als Krankenhaus-betten?“.

Vor der Cafeteria des Klinikums versammelten sich rund 20 Angestellte und Gewerkschaftler um auf die Probleme hinzuweisen. „Sogar Warnwesten sind gesetzlich geregelt“, stand dabei auf eben jenen gelben Westen zu lesen. Das nicht mehr Angestellte anwesend waren, begründete Lindmaier mit der Ursache des Protests. „Viele Kollegen haben ja gar keine Möglichkeit mehr teilzunehmen, da sie bei der angespannten Personalsituation gar nicht aus den Kliniken heraus können“. Aus diesem Grund starteten die Streikenden einen Rundgang durch alle Kliniken auf dem Gelände. Insgesamt sammelten sie - eine Aktion in Gießen mit eingeschlossen - über 300 Unterschriften, die auf den von Verdi verteilten Postkarten getätigt wurden.

Dort war die von der Gewerkschaft ausgegebene Botschaft zu lesen, nach der 162000 Beschäftigte in den deutschen Krankenhäusern fehlen. Auf der Rückseite war eine Textpassage formuliert, die nach dem Willen der Protestierenden in den Koalitionsvertrag der neu zu wählenden Bundesregierung aufgenommen werden soll. Dort heißt es unter anderem: „Wir (die neue Bundesregierung) verpflichten uns, in der aktuellen Legislaturperiode ein Gesetz zur bundesweiten Personalbemessung in Krankenhäusern und Psychatrien zu verabschieden. Die Neuregelung soll alle Beschäftigtengruppen erfassen, mit dem Ziel, ausreichendes Personal mit angemessener Qualifikation vorzuhalten“.

Die Aktion wird von Verdi hessenweit durchgeführt. Am Samstag, 7. September, findet zudem eine große Demonstration in Frankfurt statt. Aus Marburg gibt es dazu vom Hauptbahnhof aus einen Sonderzug um 10.30 Uhr.

Lindmaier jedenfalls hofft auf ein Einsehen der Politik. „Mindeststandard würde ja nicht einmal bedeuten, dass die Verhältnisse dann optimal wären“, sagt sie. „Aber wer einmal im Krankenhaus lag, weiß wie wenig Zeit Pflegekräfte inzwischen nur noch für einen Patienten haben. Und das kann ja jeden treffen“.

von Peter Gassner

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