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Hinterland Bei Sälzer Einbrecher spielen
Landkreis Hinterland Bei Sälzer Einbrecher spielen
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20:52 13.06.2010
Rollenwechsel: Bei der Sälzer GmbH in Marburg durften sich die Gäste vom Marketing-Club Mittelhessen als Einbrecher versuchen. Auch Daniel Reitz, Firmenkundenbetreuer bei der Sparkasse Gießen, scheiterte an der Tür. Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Am Montag besuchten 30 Mitglieder des in Wetzlar ansässigen Marketing-Clubs Mittelhessen (MCM) die Sälzer GmbH in Marburg. Neben der Besichtigung von Produkten wie Türen und Fenstern, die eindrucksvolle Spuren von Beschießungen und Explosionen aufwiesen, durften die Besucher selbst einmal versuchen, mit Werkzeugen wie Brechstange und schwerem Hammer „einzubrechen“. Obwohl die bearbeitete Tür einer niedrigeren Widerstandsklasse angehörte, scheiterten die Bemühungen der Amateure kläglich.

Sälzer befindet sich seit 80 Jahren in Familienbesitz und war ursprünglich eine Bauschlosserei. 1978 meldete das Unternehmen ein erstes Patent für ein durchschusshemmendes Fenster an, was damals visionär war. „Mein Schwiegervater wurde zunächst ausgelacht, als er sich auf den Bereich Gebäudeschutz spezialisierte. Dann kamen die Krisen mit der RAF, plötzlich war der Bedarf da“, schilderte Geschäftsführer Walther Sälzer den Beginn der Entwicklung zum heute weltweit tätigen Spezialisten für die Gebäudeabsicherung. Mittlerweile verfüge das Unternehmen über 200 Patente, 130 Mitarbeiter in Marburg und 40 bis 60 Mitarbeiter bei einer Unternehmenstochter in Polen, die 20 Millionen Euro Jahresumsatz erzeuge, sowie ein weltweit im Auf- und Ausbau befindliches Vertriebsnetz mit Standorten in sechs Ländern.

Vor über 25 Jahren stattete das Unternehmen die Polizeistation in Cappel und Justizvollzugsanstalten in der Region aus, versah die Universitätsklinik mit feuerhemmenden Türen und machte das Hochsicherheitslabor auf den Lahnbergen einbruchsicher. Mittlerweile hat Sälzer beispielsweise die deutsche Botschaft in Tokio und die britische Botschaft in Warschau mit Sicherheitsfassaden, -fenstern und -türen ausgestattet, in Afghanistan installierte die Firma Schranken für die Bundeswehr. „Menschenleben schützen, Werte erhalten“ lautet das vor dreieinhalb Jahren geschaffene Unternehmensmotto. Matthias Seck, seit Anfang Januar Leiter von Vertrieb und Marketing bei Sälzer, betonte, dass nicht viele Firmen in so hohen Schutzklassen Produkte von der Zufahrtssicherung bis zur Zutrittskontrolle anbieten könnten.

von Manfred Schubert

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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