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Hinterland Bei Firma Winter wird über tarifliche Leistungen berateneisen
Landkreis Hinterland Bei Firma Winter wird über tarifliche Leistungen berateneisen
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20:02 04.12.2009
Die Mitarbeiter der Eisengießerei Winter müssen weiter um ihre Arbeitsplätze fürchten. Archivfoto

Marburg. Während eines Kammertermins am Freitag vor dem Marburger Arbeitsgericht unter Vorsitz von Direktor Hans Gottlob Rühle ging Winter-Personalleiter Andreas Fiedler auf die wirtschaftliche Entwicklung des Zulieferers für die Automobil- und Nutzfahrzeug-Industrie ein. Das Unternehmen verzeichne insgesamt immer noch ein Minus von 40 Prozent, „und das wird auch in den kommenden Monaten so bleiben“, sagte Fiedler. Geschäftsführer Gunter Barnstorff ergänzte: „Alleine im Nutzfahrzeugbereich liegt das Minus bei 60 Prozent. Und was im kommenden Jahr nach Wegfall der Abwrackprämie im Automobilbereich passiert, ist absolut nicht absehbar. Dann kann es zu noch größeren Umsatzeinbrüchen kommen“.

Aus diesem Grund führe die Geschäftsleitung derzeit mit der Industriegewerkschaft Metall Gespräche über die tariflichen Leistungen, die eventuell ausgesetzt werden sollten. „Die Flaute hält weiterhin an“, stellte er abschließend fest.

Rühle sagte dazu: „Der berühmte Lichtstreif am Horizont ist bei Winter also immer noch nicht zu sehen“. Deshalb will das Unternehmen auch bei seiner Zielvorgabe bleiben und 530 Arbeitsplätze insgesamt abbauen. 208 betriebsbedingte Kündigungen wurden bisher bereits zugestellt.

Von diesen klagten am Freitag eine Frau und sieben Männer vor dem Arbeitsgericht. Sie bezweifelten die Richtigkeit der Sozialauswahl und ob eine richtige Betriebsratsanhörung stattgefunden hat.

Zum nächsten Kammertermin am 16. April 2010 wird auch Winter-Betriebsratsvorsitzender Ernst Stehl geladen. Dann soll er als Zeuge erklären, ob eine Betriebsratsanhörung stattgefunden hat oder nicht. Laut Personalleiter Andreas Fiedler hat diese Anhörung am 18. Mai 2009 um 11.30 Uhr stattgefunden.

von Michael Acker

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