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Hinterland Bartol fordert Teschs Parteibuch
Landkreis Hinterland Bartol fordert Teschs Parteibuch
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21:22 15.02.2012
Kommt es zur Übergabe des SPD-Parteibuchs von Silke Tesch? Dieses fordert der Vorsitzende der Kreis-SPD Sören Bartol nach Bekanntgabe der Kandidatur Teschs als unabhängige Bewerberin für das Bürgermeisteramt in Breidenbach ein. Quelle: Alexander Pavlenko

Breidenbach. Die Stimmung unter den Genossen in Breidenbach ist eisig. „Wir konzentrieren uns auf unseren Kandidaten“, sagt Frank Huber. Man sei frohen Mutes, dass Christoph Felkl die Bürgermeisterwahl gewinne. Was Tesch mache, sei „der ihre Sache“, ergänzt der Vorsitzende des SPD-Ortsverbands auf Nachfrage.

Die Sozialdemokratin Silke Tesch hatte Ende Januar ihre Bewerbung als unabhängige Kandidatin angekündigt, nachdem die im Ortsteil Kleingladenbach wohnende 53-Jährige nach OP-Informationen zuvor noch erklärt hatte, das Amt höchstwahrscheinlich nicht anzustreben. Bevor sie ihre Kandidatur öffentlich bekanntgab, informierte sie am Abend zuvor zwei SPD-Vorstandsmitglieder darüber per SMS. Somit besteht für die Breidenbacher Genossen der Eindruck, dass sie diese Entscheidung vollkommen an Breidenbachs SPD vorbei getroffen hat. Dementsprechend äußerte sich auch Amtsinhaber Werner Reitz am 10. Februar in der OP.  Der SPD-Ortsverband reagierte und nominierte am Wochenende einen eigenen Kandidaten.

Doch seit dem Bekanntwerden von Teschs Kandidatur fühlen sich nicht nur die örtlichen SPD-Mitglieder vor den Kopf gestoßen. Auch unter den Genossen im Landkreis rumort es wieder ob des „neuerlichen Querschlägers“ von Tesch.  Und während der Ortsverband mit und bei der Nominierung und der Wahl ihres Kandidaten Felkl betont sachlich vorging und einen sauberen Wahlkampf führen will, ohne „schmutzige Wäsche zu waschen“, werden an der Basis Stimmen nach einem erneuten Verfahren mit dem Ziel des Ausschlusses der Breidenbacherin aus der SPD laut.

von Gianfranco Fain

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