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Bandsäge ist Rarität auf dem Reitplatz

Günterod Bandsäge ist Rarität auf dem Reitplatz

Die Ausstellung alter landwirtschaftlicher Arbeitsmaschinen und Geschicklichkeitsprüfungen Highlights des Landmaschinen- und Traktorentreffens.

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Mit seiner selbstfahrenden Bandsäge, Baujahr 1930, versucht Klaus Müller mit einem auf dem Anhänger befindlichen überstehenden Baumstamm, die beiden hinteren Fässer von der Plattform zu stoßen.

Quelle: Klaus Peter

Günterod. Auf dem Reitplatz „Auf den Banngarten“ richtete die Interessengemeinschaft „Traktorenfreunde Günterod“ ihr erstes Landmaschinen- und Traktorentreffen aus. Bei herrlichem Wetter waren neben einigen Landmaschinen insbesondere etwa 60 „Schlepper“ zu bewundern. Auf viel Interesse stieß dieses Treffen, das mehrere Hundert Besucher anzog.

Neben Schleppern jüngeren Baujahres, überwiegend PS-stark, standen insbesondere Oldtimerschlepper im Mittelpunkt, die meistens über wenig Pferdestärken verfügen. Der älteste ausgestellte Schlepper war ein Hanomag R 16 W mit 16 PS, Baujahr 1954, im Besitz von Rudolf Leinbach aus Gladenbach.

Eine Rarität bot der Günteroder Klaus Müller, der seine selbstfahrende Bandsäge, Baujahr 1930 vorstellte. Diese Bandsäge hatte sein Großvater Otto Müller im Jahre 1930 gekauft und später an seinen Sohn Heinrich Müller vererbt. Sowohl Großvater Otto als auch Vater Heinrich bereisten mit diesem Fahrzeug umliegende Ortschaften, wobei die Wege bis nach Herborn und Breitscheid aber auch bis Gladenbach führten, um als Lohnunternehmer Holz zu schneiden. Heute, so versichert Klaus Müller, wird dieses 80 Jahre alte Gerät nur noch für den eigenen Bedarf genutzt.

Noch ein Jahr älter ist der Standmotor des Lohraers Ernst Turek aus dem Jahr 1929. Mit diesem Standmotor wurden früher über Transmissionsriemen zum Beispiel Schrotmühlen oder auch Jauchepumpen angetrieben. Ernst Turek hat vor zwei Jahren diesen Standmotor von einem Gladenbacher erworben.

Zahlreiche Schlepperfreunde beteiligten sich an einem Geschicklichkeitswettbewerb, der auf sehr großes Interesse bei den Zuschauern stieß. Dabei mussten auf Zeit mit einem Anhänger, auf dem ein Baumstamm befestigt war, rückwärts fahrend zwei Fässer von einer Empore gestoßen werden.

Dieses „Manöver“ erforderte nicht nur viel Geschick sondern auch ein relativ gutes Nervenkostüm. Angefeuert von den Zuschauern, die auch versuchten, den einen oder anderen Fahrtipp zu geben, hatte dies bei einigen Fahrern zur Folge, dass doch eine gewisse Nervosität aufkam.

von Klaus Peter

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