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Bahngelände wechselt Besitzer

Vertrag liegt vor Bahngelände wechselt Besitzer

Seit gestern liegt der Stadt ein unterschriftsreifer Vertrag für den Ankauf des Bahngeländes vor. In Kürze soll er unterzeichnet werden.

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Meterhoch türmte sich noch im Sommer der Bauschutt auf dem ehemaligen Bahngelände in der Nähe des Lokschuppens. (kleines Bild). Inzwischen hat die Bahn den Schutt entsorgen lassen.Fotos: Hartmut Berge

Gladenbach. Der Kontrakt über den Ankauf des auf städtischer Gemarkung liegenden Bahngeländes werde in Kürze unterzeichnet, war im Januar in der OP zu lesen, und weiter: „Die abermals überarbeitete Fassung liegt vor.“ Der Kontrakt ist aber immer noch nicht unterschrieben.

Das hat seinen Grund: Bis Ende des ersten Quartals 2012 werde auf dem Bahngelände gelagerter Bauschutt entfernt, teilte die Bahn AG auf Anfrage der OP mit.

Doch der Schutt wurde erst kürzlich entfernt. Verzögerungen gab es unter anderem beim Ausschreibungsverfahren.

Entlang der stillgelegten Bahnstrecke - in den Gemarkungen von Mornshausen, Gladenbach, Erdhausen und Weidenhausen - gibt es zahlreiche Anlieger, die Interesse am Bahngelände haben, so beispielsweise drei Unternehmen aus Erdhausen, die von dem ehemaligen Gleisgelände förmlich eingeengt werden.

Die Stadt hat Vorkaufsrecht und steht seit Jahren in Verhandlungen. Eine Einigung über den Verkaufspreis in Höhe von 285000 Euro wurde längst erzielt. Es gab allerdings diverse redaktionelle Anpassungen, die jedoch nicht den Vertragsinhalt betrafen.

Knackpunkt bei den damaligen Verhandlungen über inhaltliche Dinge war die Entsorgung von belastetem Untergrund sowie von Bauschutt, so etwa in der Nähe des ehemaligen Lokschuppens, der allerdings nicht mehr der Bahn gehört.

Einer Ankündigung folgt die nächste. Wenn die Arbeiten nicht kurzfristig erledigt werden könnten, dann lasse sich die Bahn wohl auf eine entsprechende Verpflichtung im notariellen Kaufvertrag ein, berichtet Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim im Mai 2011 gegenüber der OP. Das bedeute, sie trage auch nach der Veräußerung des Geländes die Kosten für die sogenannte Altentsorgung.

Dieses Thema befinde sich mit sämtlichen Beteiligten in der Abstimmung, hieß es im Herbst vergangenen Jahres seitens der Bahn.

Auf diese Verpflichtung im Vertrag ließ sich die Bahn nicht ein, sie wollte vor Vertragsabschluss selbst entsorgen.

Zuletzt hätten in der Auflistung der zum Verkauf stehenden Bahngrundstücke Parzellen gefehlt, „deshalb musste der Entwurf nochmals nachgearbeitet werden“, berichtet Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim im Januar dieses Jahres.

Hängepartie mit derBahn hat jetzt ein Ende

Da der Magistrat bereits den Parlamentsauftrag für den Grundstückskauf habe, könnten nun die Verträge unterschrieben werden, erklärte damals das Stadtoberhaupt.

Als Eigentümerin will die Deutsche Bahn Netz AG alle ihre Grundstücke innerhalb der Gemarkung Gladenbachs an die Stadt verkaufen. Nach Beurkundung des Kaufvertrages könne das Gelände binnen etwa vier Wochen an die Stadt übergeben werden, sagte im vergangenen Jahr ein Bahnsprecher.

Dann bekam die Hängepartie mit der Bahn neue Würze: Denn die Stadt investiert in die weitere Erschließung des Gewerbegebiets „Im tiefen Graben“ und damit in den Ausbau der Jakob-Heuser-Straße in diesem Jahr 400000 Euro. Die Arbeiten haben dieser Tage begonnen.

Einer der Anlieger der Jakob-Heuser-Straße ist zurzeit noch die Bahn.

Würde der besagte Kaufvertrag bis zur Fertigstellung der Straße nicht unterzeichnet sein, dann wäre die Bahn AG einer der Adressaten für die Zustellung der Anlieger-Gebührenbescheide. Nun, da wohl nur noch ein Termin für die Unterzeichnung des Vertrages gefunden werden muss, sind vielleicht noch in diesem Jahr die Stadtverordneten an der Reihe: Sie müssen die Verkaufspreise für die dann zum Weiterverkauf stehenden Grundstücke festlegen.

von Hartmut Berge

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