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Badespaß trotz der „Wasserpest“

Perfstausee Badespaß trotz der „Wasserpest“

Trotz der Ausbreitung der Wasserpflanze „Wasserpest“ wird im Perfstausee viel und gern gebadet.

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Gerade die jüngeren Badegäste zeigen sich unbeeindruckt von der „Wasserpest“ im Perfstausee und vergnügen sich trotz des grünen Pflanzenteppichs im kühlen Nass.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Breidenstein. Während sich die einen auf das Bad in der Sonne beschränken, genießen andere den kühlen Spaß, als gäbe es sie nicht, die Wasserpest. Eine Gefahr für die Gesundheit bildet „Elodea Nuttallii“ – so lautet die Bezeichnung der Wasserpflanze, die den Perfstausee im Frühjahr noch mit einem dichten Teppich bedeckte – nicht, spricht sie doch sogar für eine hohe Wasserqualität. Für Verunsicherung bei einigen Badegästen sorgt sie dennoch. „Wir haben vorgehabt zu schwimm en, haben es dann aber sein lassen“, sagt der 29-jährige Christian Rakers aus Kempen am Niederrhein. Seine Freundin Marie Jahn erklärt, der Anblick der Wasserpflanzen habe sie abgeschreckt. Gleiches meint der 22-jährige Johannes Wellner. „Wenn das Wasser sauber wäre, würde ich reingehen. So aber nicht.“
„Welche Wasserpest?“, fragt Hans-Jürgen Becker aus Biedenkopf, der mit seiner Frau Susanne und den beiden Söhnen Alexander (12) und Marcus (9) den Nachmittag am Stausee verbringt. „Wenn man den Fischen und Libellen zusehen kann, dann scheint das Wasser relativ gesund zu sein.“ Bedenken habe er keine.

Die 23-jährige Catrin Sauermann aus Breidenstein will bemerkt haben, dass der Badebetrieb abgenommen hat. „Vielleicht liegt es daran, dass das Badeverbot erst kürzlich aufgehoben wurde und es viele noch nicht mitbekommen haben.“ Sie und ihre Freundinnen Carina Schäfer aus Wiesenbach und Pia Plaum aus Wolzhausen gehen gern in den See und stören sich nicht an den Pflanzen, schließlich sei dies doch „besser als Chlorwasser“. Man könne trotzdem „echt gut schwimmen“, findet Carina Schäfer.

„Nach unserer Wahrnehmung ist die Wasserpest zum Stillstand gekommen“, sagte der Geschäftsführer des Wasserverbandes Oberes Lahngebiet, Volker Haupt, auf OP-Anfrage. „Elodea“ sei bei Weitem nicht mehr so flächig vorhanden wie noch vor Kurzem, bevor man ihr mit dem Einsatz eines Mähboots und einem neuen Fischbesatz zu Leibe gerückt sei.

von Björn-Uwe Klein

Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der OP.

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