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Hinterland Baden, segeln, sonnen und Spaß haben
Landkreis Hinterland Baden, segeln, sonnen und Spaß haben
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17:20 30.07.2012
Jolina genießt das Spiel im mit Wasser durchspülten Sand. Quelle: Michael Hoffsteter
Bischoffen

Der Aartalsee ist die zweitgrößte Fläche Hessens und ist besonders bei Freizeitsportlern beliebt. Auf 82 Hektar bietet das Gelände für jeden etwas: joggen, Rad fahren, schwimmen, segeln, wandern, surfen, angeln.

Der erste Spatenstich für das Projekt Aartalsee mit seiner Vorsperre erfolgte am 10. September 1984. Nach umfangreichen Erdbewegungen und dem Bau eines Damms erfolgte am 10. März 1992 der Probestau. Der Aartalsee dient dem Hochwasserschutz, wobei die Hauptsperre eine Wassermenge bis 1,85 Millionen Kubikmeter aufnehmen kann. Im Sommer ist sie durchschnittlich mit 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser gefüllt.

Im August des vergangenen Jahres stand die routinemäßige Dichtigkeitsprüfung des Damms an, dem das Ablassen des Aartalsees mit seiner Vorsperre vorausging. Nach erfolgter Prüfung wurde der See wieder gefüllt und die Besucher konnten wieder den vielfältigen sportlichen Möglichkeiten rund um den Aartalsee nachgehen. Außer dem Badestrand bieten Vereine Segeln, Surfen, Rudern ebenso wie der heimische Fischereisportverein „Petrijünger“ Angelmöglichkeiten.

Die Infrastruktur rund um den Aartalsee wurde von der Gemeinde Bischoffen in der Form verbessert, dass im Jahre 2010 am Badestrand zwei neue Funktionsgebäude errichtet wurden, die die Erweiterung des gastronomischen Angebots ermöglichen. Des Weiteren entstand im gleichen Jahr der Generationentreff am Eingang des Badestrandes, der mit Spiel-, aber auch mit Fitnessgeräten Generationen übergreifend ein Betätigungsfeld bietet.

Die Vorsperre mit einer Fläche von 48,85 Hektar, die an den Hohenahrer Ortsteil Mudersbach angrenzt, beinhaltet eine Wasserfläche von 19,2 Hektar. In dieser Vorsperre sind insgesamt 21 Inseln nach verschiedenen Gesichtspunkten angelegt, die zum Teil einmal im Jahr gemäht werden. Dieses Naturschutzgebiet hat auch als Vogelschutzgebiet an Bedeutung gewonnen und schützt Vögel in ihrem Brutgeschäft. In diesem bedeutenden Brutbiotop sind Braunkehlchen, Wiesenpieper, Reiherente, Löffelente, Haubentaucher und Kiebitze heimisch. Als Nahrungs- und Durchzugsgäste lassen sich zudem seltene Vogelarten wie Rotschenkel, Grünschenkel, Trauerseeschwalbe und sogar Fischadler beobachten.

Um insbesondere das Brutgeschäft der Vögel zu schützen, sind große Flächen des Naturschutzgebietes eingezäunt. Dadurch wird eine Störung der Tiere durch Menschen und insbesondere durch Hunde vermieden. Im Mittelpunkt des ökologischen Konzeptes steht die allmähliche und schrittweise Wandlung der Talaue zu einem vielgestaltigen Biotopkomplex.

von Klaus Peter

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