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Lob für Markus Schäfer: „Sache gut gemacht“

Endbachs Bürgermeister verabschiedet Lob für Markus Schäfer: „Sache gut gemacht“

Zum Ende von Markus Schäfers (CDU) Amtszeit zog der langjährige Wegbegleiter und Oppositionelle Karl-Heinz Seitz in einer Laudatio Bilanz.

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Karl-Heinz Seitz, Vorsitzender der Bad Endbacher Gemeindevertretung (links), hielt zur Verabschiedung von Markus Schäfer nach zwei Amtsperioden die Laudatio.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Es war am Montagabend in einer Gemeinde­vertretersitzung, aber mit 
einer ungewöhnlichen Kulisse: Vor 350 Besuchern wurde Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer, der ab Mittwoch außer Dienst ist, verabschiedet ( die OP berichtete) – nach zwei Amtsperioden.

„Markus, du hast deine Sache gut gemacht“, attestierte ihm der Sozialdemokrat Karl-Heinz Seitz (SPD), dem es in seiner Funktion als Parlamentschef zustand, die Laudatio zu halten. Seitz nahm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise mit Blick auf die politischen Ergebnisse, die Schäfer während seiner Amtszeit angestoßen, mitgetragen und umgesetzt hat.

Gleich zu Beginn legte Seitz allerdings den Finger bei der Betrachtung des Kultur-, Sport- und Freizeitzentrums (KSF) in die Wunde. Es sei nicht gelungen, für die Tennishalle ein sinnvolles Konzept zur Umnutzung aufzustellen. Nun seien zumindest die Weichen gestellt, da eine Kommission auch das KSF auf dem Schirm habe, sagte Seitz.

Seitz lobt Krisenmanager Schäfer

Ein großes Plus verbuchte er hinter dem Neubau der Lahn-Dill-Bergland-Therme, die dafür gesorgt habe, dass Bad Endbach weit über die Kreis- und Landesgrenze hinaus bekannt wurde. „Das ist ein Beweis für den Erfolg“, stellte Seitz fest. Er zählte auch auf: den Windpark Hilsberg als Motor für die Energiewende in der Gemeinde, den Kindergarten Rappelkiste mit dem Angebot der U3-Betreuung, den Bau des Jugendhauses in Hartenrod, den Kunstrasenplatz direkt daneben, den Bau des Flowtrails, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wommelshausen und den Kauf von Feuerwehrfahrzeugen.

Auch habe sich Schäfer in den Jahren 2006 und 2007 als Krisenmanager bewiesen. 2006 hatte der Jahrhundertregen die Gemeinde vor eine große ­Herausforderung gestellt, 2007 schloss sich eine ebenso große an, nachdem Orkan Kyrill weite Waldteile verwüstet hatte.

Semler: Bilanz kann sich sehen lassen

Das seien alles Projekte, die Markus Schäfer zuzuordnen sind. Doch was sagen die Bürger?, fragte Seitz. „Der war doch nicht da“, lautete vielfach die Meinung. Dafür habe es zwei Gründe gegeben: Schäfer sei von Amtswegen in vielen Verbänden und oft auf Dienstreise unterwegs gewesen, und zum anderen habe ihn seine Erkrankung längere Zeit zu einer Auszeit gezwungen.

Harald Semler, Präsident des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, sprach nach Seitz‘ Vortrag von einer Bilanz, „die sich sehen lassen kann“.

Landrätin Kristen Fründt lobte die gute Zusammenarbeit mit Schäfer und sprach von kons­truktiver Kritik. Insgesamt zog auch sie ein positives Fazit: „Es ist mit Dank zu bewerten, was du hier geleistet hast“, sagte sie.

von Silke Pfeifer-Sternke

Ein OP-Interview mit Markus Schäfer lesen Sie hier:
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