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Bad Endbach beugt Rotorenlärm vor

Windkrafnutzung in Bad Endbach Bad Endbach beugt Rotorenlärm vor

Der Auftrag für den Bau der Windkraftanlagen am Hilsberg ist vergeben, im November 2012 soll der Windpark ans Netz gehen.

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In Bad Endbach sollen im November 2012 Windkraftanlagen ans Netz gehen. Damit die Emission der Rotorblätter verringert wird, hat die Gemeinde Vorkehrungen getroffen, um Beschwerden vorzubeugen.

Quelle: Archivfoto

Bad Endbach. Der Auftrag für die Errichtung der Windkraftanlagen, die die Gemeinde Bad Endbach am Hilsberg an der Gemarkungsgrenze zu Dautpetal plant, ist vergeben. Es sollen Anlagen des gleichen Typs wie  in Oberdieten (Enercon E-101) errichtet werden. Insgesamt 22 Millionen Euro investiert die Gemeinde in fünf solcher Windräder.

Derzeit beobachtet Bürgermeister Markus Schäfer gespannt die Situation in Oberdieten, denn der Geräuschpegel der Anlagen ist dort Stein des Anstoßes. Lauter als mit einem Geräuschpegel von 20 bis 40 dB (A) darf laut Gesetz auch ein Windrad in einem fast 1000 Meter entfernten Wohngebiet nicht sein.

Das Regierungspräsidium Gießen, das den Bau der Anlagen  in Oberdieten zwar genehmigt hat, will nun aber überprüfen, ob der Emissions-Wert tatsächlich eingehalten wird. Die Vermessung ist frühestens in einem halben Jahr abgeschlossen.

Das Windrad Oberdieten ist das erste einer neu entwickelten Baureihe. Die Angaben zur Emission stammen vom Hersteller. Die Gemeinde Bad Endbach hat deshalb Vorkehrungen zur Reduzierung der Emission getroffen.

Der Windpark am Hilsberg soll am 2. November ans Netz gehen. Die Gemeinde rechnet daher bereits mit Erträgen aus der Einspeisevergütung in Höhe 132.000 Euro.

Die Gemeinde beabsichtigt außerdem, fünf alte Windkraftanlagen aus den Nachbarkreisen zu kaufen. Geplant sind dafür Ausgaben in einer Höhe von 1,25 Millionen Euro. Die alten Anlagen müssen  ebenso wie die Neuerwerbungen 2012 ans Netz gehen. Dadurch erhält die Gemeinde einen „Repowering-Bonus“ von 0,5 Cent zur Einspeisevergütung. Ausgegangen wird von einem Gewinn nach gut 20 Jahren von 1,63 Millionen Euro.

von Silke Pfeifer-Sternke

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