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BI: "Gewisse Wahrnehmungsunterschiede"

Windpark Hilsberg BI: "Gewisse Wahrnehmungsunterschiede"

Es gebe "gewisse Wahrnehmungsunterschiede" hinsichtlich des Protokolls der Mediationsrunde vom Samstag, erklärte Reinhold Leinweber gestern das Unbehagen der BI-Vertreter.

Holzhausen. Nach mehreren Vorschlägen sei es zum von Mediator Friedrich Bohl verkündeten Kompromiss-Vorschlag gekommen, das Protokoll sei allerdings im Gremium nicht abgestimmt worden, deshalb gebe es auf Seiten der BI "Irritationen".

Nach dem Folgetermin sei man am Mittwochabend "im Prinzip ergebnislos auseinander gegangen", ergänzt Wulf Hahn, Berater der BI. Es habe keine Bewegung bei Rodung und Nachkartierung gegeben. Damit ließe sich klären, ob der Rotmilan beim Standort 4 brütet. Dies wäre dafür entscheidend, ob der Standort insgesamt genehmigungsfähig ist. "Dies wollte der RP nicht, wegen des Termindrucks", ergänzte Hahn

Dabei wäre alles "nachvollziehbar", räumt Leinweber ein, wenn man auf die BI-Forderungen eingegangen wäre. Zum Beispiel zu erklären, warum der Standort 1 gerodet wird, bevor feststehe, ob er als Alternative für den 4er genutzt wird. Und: Was Rodung bedeute: nur Fällen oder auch Erdbewegungen? Auch das verrücken der Anlagen 4 und 5 nach Westen oder die Zusicherung, dass Holzhausen keine weiteren Belastungen erfährt - Fehlanzeige. "Das alles wurde in der Diskussion nicht aufgenommen", sagt Hahn.

Den Ablauf der Mediation, das Ergebnis sowie die offenen Fragen wollen die BI-Vertreter ihren Mitgliedern am Samstag ab 17.30 Uhr im Bürgerhaus darstellen und den "weiteren Gang beschließen".

Hartmut Mai, Landesgeschäftsführer des Nabu Hessen, bescheinigte Dr. Lars Witteck in diesem Verfahren "eine ungute Rolle" zu spielen. Insofern freue er sich, dass die 9. Kammer des VGH in Kassel die Brisanz erkannt und auf Antrag des Nabu, in unserem gestrigen Bericht wurde die Klage irrtümlich dem BUND zugeschrieben, sofort reagiert habe und verhindere, dass "vollendete Tatsachen geschaffen werden". Dass die Belegung von zwei Standorten durch den Rotmilan diese nicht genehmigungsfähig mache, sei beim RP bekannt und: "Es gibt hier Alternativlösungen und echte Argumente dafür."

von Gianfranco Fain

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