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B 255 soll von Nanz-Willershausen weg

Nanz-Willershausen B 255 soll von Nanz-Willershausen weg

Ein weiteres Thema der Ortsbeiratssitzung war die seit Jahren leidige Raumsituation bei Beerdigungen im Ort.

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Die Bundesstraße 255 führt direkt an Willershausen vorbei. Die Bewohner des Lohraer Ortsteils stellten eine Zunahme des Verkehrslärm fest und wünschen sich eine Verlegung der Straße.

Quelle: Gianfranco Fain

Nanz-Willershausen. Vor der eigentlichen Ortsbeiratssitzung besichtigten die Ortsbeiratsmitglieder gemeinsam mit Gerhard Zinke-Heusinger vom gemeindlichen Bauamt das Dorfgemeinschaftshaus (DGH) und seine Umgebung. Dabei wurde festgestellt, dass die Treppe im Außenbereich des DGHs erhebliche Schäden aufweist. In der Küche und im Flur sind an den Decken dunkle Stellen, die vermutlich durch Nässe verursacht wurden.

Dachdecker haben Schäden am Dach repariert und Ortsvorsteher Gerhard Herrmann will in den nächsten Monaten beobachten, ob die Reparaturarbeiten den gewünschten Erfolg bringen und die Nassstellen zumindest nicht weiter anwachsen. Außerdem wünschen sich die Willershäuser Ortsbeiratsmitglieder einen Schmutzfangteppich im Eingang des DGHs.

Anschließend sprach Herrmann das Beerdigungskonzept in dem Lohraer Ortsteil an, in dem es weder eine Kirche noch eine Friedhofskapelle gibt. Die Trauerfeiern finden im Dorfgemeinschaftshaus statt. Danach geht die Trauergemeinde zur Aussegnung und Beerdigung zum Friedhof. In der Zwischenzeit – etwa 20 bis 30 Minuten – müssen die Frauen, die Kaffee kochen, noch zusätzlich die Tische und Stühle im Dorfgemeinschaftshaus für die Kaffeetafel stellen.

Bauhofmitarbeiter sollen beim Stühlerücken helfen Herrmann schlägt vor, als zusätzliche Option anzubieten, die Trauerfeiern in der Lohraer Kirche zu veranstalten. Beerdigungen beziehungsweise Trauerfeiern seien private Veranstaltungen und der Ortsbeirat habe den Angehörigen da nichts reinzureden, sagten die Ortsbeiratsmitglied Markus Heimann und Ulrich Dörr.

Kirchenvorsteher Heinrich Kraft findet es problematisch, die Trauerfeiern in Lohra zu veranstalten. Bei Beerdigungen seien sowieso Bauhofmitarbeiter vor Ort, die das Grab zuschaufeln. Sie könnten doch den Frauen beim Tische- und Stühlestellen helfen, schlug er vor.

Diesen Vorschlag fand der Ortsbeirat gut. Ortsvorsteher Herrmann will ihn so an die Gemeinde weitergeben, praktisch als Kompromiss, weil es in Willershausen keinen eigenen Raum für Trauerfeiern gibt. In Nanz-Willershausen finden durchschnittlich ein bis zwei Trauerfeiern pro Jahr statt.

von Anita Ruprecht

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