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Hinterland „Axel Rudi Pell“ rockt das Hinterland
Landkreis Hinterland „Axel Rudi Pell“ rockt das Hinterland
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20:15 18.07.2010
Vor 800 Besuchern gab „Axel Rudi Pell“ ein begeisterndes Konzert. Quelle: Martina Westermann

Bad Endbach. Mit ihrem mittlerweile 13. Album sind Bandleader Axel Rudi Pell und seine Musiker direkt auf Platz 22 der deutschen Media Control Charts eingestiegen. Auch der Tour-Plan der 1988 von Pell gegründeten Formation liest sich beeindruckend. Nach so bedeutenden Festivals wie „Wacken Open Air“ und „Giants of Rock“ im vergangenen Jahr stehen jetzt Auftritte von Hamburg über Berlin bis hinunter nach München und von der Schweiz bis hin zu den Niederlanden auf dem Programm.

Um so erstaunlicher ist es, dass es den Betreibern des „Oxygen“, Yurda Dikci und Ralph Motzer, nach zwei Jahren Vorarbeit doch noch gelungen ist, diese Hochkaräter der Hardrock-Szene in die Provinz zu locken. Aber nicht nur die Musiker, auch die Fans der Band konnten sich für die Idee begeistern, das Hinterland zu rocken. „Mehr als die Hälfte der Karten im Vorverkauf gingen an Interessenten mit einer Anreise von mehreren 100 Kilometern,“ berichtete Motzer.

Dafür, dass selbst die weiteste Anreise sich für die 800 Musikfans an diesem Abend gelohnt hatte, sorgten Gitarrist und Songschreiber Pell und sein amerikanischer Sänger Johnny Gioeli, sowie Bassist Volker Krawczak, Keyboarder Ferdy Doernberg und Schlagzeuger Mike Terrana mit handgemachter Rockmusik vom Allerfeinsten.

Pells variantenreiche Kompositionen an der Schnittstelle zwischen Melodic Metal und Hard Rock gingen gleichermaßen in Kopf, Bauch und Beine. Die raue, charismatische Stimme des Amerikaners passte perfekt zu den tiefmelodischen Stücken der Band, die wiederum ihrem Frontmann einen ausgefeilten Klangteppich bereitete, auf dem er seine voluminöse und nuancenreiche Stimme in voller Pracht entfalten konnte.

Auch nach zwei Stunden Musikgenuss und mehreren bereitwillig gewährten Zugaben wollte das Publikum die Band noch immer nicht gehen lassen. Der ganze Saal sang den Refrain des letzten Songs so lange alleine weiter, bis die fünf Musiker wieder auf die Bühne zurückkehrten. „Ihr seid ja total verrückt!“, freute sich Gioelis.

von Martina Westermann

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