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Autos quälen sich durch die Kreuzstraße

Historische Bilder gesucht Autos quälen sich durch die Kreuzstraße

In einer neuen Serie befasst sich die OP mit markanten Gebäuden und Straßenzügen im Wandel der Zeit. Historischen Bildern und Zeichnungen stellen wir aktuelle Aufnahmen gegenüber.

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Die Anwohner der Kreuzstraße leiden unter dem starken Durchgangsverkehr. Tausende von Autos und Lastwagen sorgen für Lärm und Dreck.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Die Leserinnen und Leser der OP sind herzlich aufgefordert, sich an der Serie zu beteiligen, indem sie historische Bilder zur Veröffentlichung zur Verfügung stellen. Im ersten Teil der Serie beschäftigen wir uns mit einer Zeichnung des Frankfurters Wilhelm Hüfner.

Sie ist Teil einer Postkartenserie aus dem Jahre 1948, die in der Firma Kempkes in Gladenbach gedruckt wurde . Karl-Heinz Kempkes erinnert in einer Broschüre an den Zeichner, dessen Tochter dieselbe Schule besuchte wie er. Die auf der Zeichnung abgebildeten Häuser in der Kreuzstraße haben sich – bis auf die Fassaden – im Laufe der vergangenen sieben Jahrzehnte kaum verändert.

Die Zeiten, in denen man auf der Straße flanieren konnte, sind längst vorbei. Mittlerweile quälen sich täglich Tausende von Autos über die ausgebaute Straße. An der mit Hilfe einer Ampelanlage geregelten Kreuzung teilt sich der aus Richtung Herborn kommende Verkehr in Richtung Biedenkopf und Marburg auf.

Lange Zeit existierte eine Bürgerinitiative, die sich für eine Umgehungsstraße stark machte. Ende der 1980er Jahre wurde ein erstes Verkehrs-Gutachten für die Bundesstraße 255 erstellt. Ein Ingenieurbüro entwickelte drei Varianten für eine ortsnahe Umgehungsstraße.

Die wurden vom Stadtparlament Anfang der 1990er Jahre allesamt abgelehnt, so dass die Anwohner mit dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen weiter leben müssen. Neue Pläne für eine Umgehung gibt es derzeit nicht.

Wer historische Aufnahmen hat, kann sie digital an die E-Mail-Adresse Gladenbach@op-marburg. de senden. Die Redaktion scannt ihre alten Bilder auch gerne ein.

von Hartmut Berge

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