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Hinterland Ausreichend Wasser für alle Endbacher
Landkreis Hinterland Ausreichend Wasser für alle Endbacher
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17:42 10.01.2014
Leitungswasser „frisch gezapft“ aus dem Wasserhahn war noch in den 1970er-Jahren in den Bad Endbacher Ortsteilen nicht zwangsläufig zu jeder Zeit verfügbar.Archivfoto Quelle: Thorsten Richter
Hartenrod

1974 änderte sich ­einiges in der Großgemeinde Bad Endbach mit seinen acht Ortsteilen. Der Hartenroder Hobbyhistoriker Karl-Otto Bamberger hat während dieser Zeit den Umbruch als Kommunalpolitiker hautnah miterlebt. Wasserversorgung, Abwasser, Friedhof, Dorfgemeinschaftshäuser, Freizeiteinrichtungen und Sportstätten und einen einigermaßen gleichen Standard für alle Bürger, das sei das große Aufgabenpaket der jungen Großgemeinde gewesen. Um zum Wohle aller Bürger zu handeln, sei im Haushaltsplan jährlich ein gewisser Betrag für jeden Ortsteil eingestellt worden.

Tiefbrunnen lieferte an heißen Tagen zu wenig

Darüber hinaus stand auch die Bewältigung gemeinsamer Aufgaben an. So wurde der Ortsteil Bad Endbach, für den die Wasserversorgung die Grundlage für die Kureinrichtungen bildete, an den Hartenroder Hochbehälter angeschlossen. Der Tiefbrunnen Hintermühle in Wommelshausen habe an heißen Tagen nicht ausreichend Wasser für Wommelshausen und Hütte geliefert. Die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und des Brandschutzes sei durch eine Verlängerung der Leitung vom Hartenroder Hochbehälter aus erreicht worden, erinnert sich Bamberger.

Für Günterod sie die Wasserversorgung ebenfalls optimiert worden, denn vom Tiefbrunnen im „Hafersbach“ zum Günteroder Hochbehälter habe es keine separate Pumpleitung gegeben. Das Wasser wurde durch das gesamte Ortsnetz zum Hochbehälter gepumpt. Dies habe zu ständig schwankenden Druckverhältnissen geführt und es musste eine andere Lösung gefunden werden. Mit dem Einverständnis der Grundstückseigentümer sei eine Förderleitung vom Brunnen zum Hochbehälter verlegt worden. Weil die Einwohnerzahl der Hinterlandkommune stetig anstieg und damit auch der Wasserverbrauch und bei trockenen Sommern der Tiefbrunnen im „Hafersbach“ nicht ausreichend Wasser liefern konnte, musste eine weitere Leitung zum Hartenroder Hochbehälter gelegt werden.

Auf dem Hülshof sei das nicht genutzte Wasser aus einer Quelle über dem Sammelbecken in den Hülsbach gelaufen. Da dieses Sammelbecken jedoch wesentlich höher lag als der Schlierbacher Hochbehälter, sei das Wasser wieder in den Schlierbach geleitet worden.

Der Ortsteil Bottenhorn wurde aus zwei Quellfassungen „In der Struth“ mit Wasser versorgt. Der Hochbehälter sei für den Ort zu klein gewesen, sodass dort samstagabends und an heißen Tagen oft Wassermangel herrschte.

Bohrungen bei Steinperf waren erfolglos

Tiefenbohrungen in Richtung Steinperf waren erfolglos. Eine weitere Bohrung in Richtung Rachelshausen brachte den Erfolg und es wurde ein neuer Hochbehälter gebaut. Dieser Standort sei ideal gewesen und einige Zeit sei auch Dernbach von dort aus mit Wasser versorgt worden. Grund dafür war, dass die Dernbacher ihr Wasser aufgrund der damaligen neuen Hessischen Trinkwasserverordnung wegen des hohen Nitratgehaltes nicht mehr nutzen durften.

„Wenn am höchstgelegenen Ort (Bottenhorn) neue Wasservorkommen erschlossen und durch Leitungssysteme intelligent eingespeist werden, ist ohne Druckerhöhung gleichmäßiger Wasserdruck lieferbar.“ Diesem Gedanken folgend wurde die Idee umgesetzt und so verfügt die Gemeinde heute über ein Verbundwassernetz, das allen Ortsteilen gesundes Quellwasser garantiert.

von Helga Peter

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