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Hinterland Aus zwei Innungen wird eine einzige
Landkreis Hinterland Aus zwei Innungen wird eine einzige
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20:50 09.04.2012
Innungsobermeister Joachim Bornmann (rechts) überreichte im Beisein von Ehrenpräsident Franz-Joseph Borgmann (links) die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Kassel an Wilhelm Bärenfänger, nachdem dieser zum Ehrenobermeister ernannt worden war. Quelle: Privatfoto

Marburg. Laut Beschluss der gemeinsamen Mitgliederversammlung der Land- und Baumaschinentechnik-Innung Kassel und der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Marburg-Korbach erfolgt ein Zusammenschluss beider Innungen ab 1. April.

Einstimmig wurde die neue Satzung der LandBauTechnik-Innung Nordhessen von den Mitgliedsbetrieben verabschiedet.

Die neue Innung erstreckt sich auf die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Waldeck-Frankenberg, Kassel, Werra-Meißner, den Altkreis Fritzlar-Homberg (Schwalm-Eder) sowie die kreisfreie Stadt Kassel. Ihr Bezirk ist damit der größte Innungsbezirk der Landmaschinenbranche im gesamten Gebiet der Handwerkskammer Kassel. Gemessen an der Anzahl der Mitgliedsbetriebe ist die LandBauTechnik-Innung Nordhessen mit 49 Mitgliedsbetrieben an mehr als 60 Betriebsstandorten die größte Landmaschinen-Innung Hessens.

Der LandBauTechnik-Innung Nordhessen wird der bisherige Obermeister der Kasseler Innung Joachim Bornmann vorstehen. Er wurde zum Obermeister der fusionierten Innung  gewählt – ebenso einstimmig wie die weiteren Vorstandsmitglieder. Die Geschäftsstelle der LandBauTechnik-Innung Nordhessen übernimmt die Kreishandwerkerschaft in Marburg. Auf der Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung wird die Kreishandwerkerschaft Kassel mit ihren Geschäftsstellen in Kassel und Hofgeismar aber auch weiterhin für Anliegen der Mitgliedsbetriebe bereitstehen.

Bei der Wahl der Arbeitgebervertreter zu den Gesellenprüfungsausschüssen wurde die bisherige regionale Zuordnung beibehalten, so dass in Zukunft weiterhin jeweils zwei Ausschüsse in den Bereichen Kassel und Marburg-Korbach für eine hohe Flexibilität bei der Prüfungsabnahme sorgen werden. Die Zahl der Auszubildenden zu Mechanikern für Land- und Baumaschinentechnik war laut neuer Innung während der vergangenen Jahre im Innungsbezirk stabil.  

Der neue Obermeister Joachim Bornmann zeigte sich in der Mitgliederversammlung zufrieden mit dem Zusammenschluss und den Ergebnissen der Wahlen. So sei die Organisation des Landmaschinenmechanikerhandwerks im größeren Innungsbezirk für die kommenden Jahre sehr gut aufgestellt, damit den Mitgliedsbetrieben zu vertretbaren Beiträgen eine Fülle an Leistungen geboten werden könne. „Ziel ist es, dem LandBauTechnik-Bundesverband direkt beizutreten, um auch dort von den fachlichen Betreuungsangeboten zu profitieren“, so Bornmann.

Der Ehrenpräsident des Bundesverbands Franz-Josef Borgmann hatte die Gespräche zur Fusion der beiden Innungen im Vorfeld begleitet und war als Wahlleiter bei der Versammlung für die Wahl des Obermeisters und des stellvertretenden Obermeisters gewählt worden.
Borgmann leitete mehr als 20 Jahre als Präsident den Landesverband Nordrhein-Westfalen und war zudem zehn Jahre Bundesverbands-Präsident. Er wünschte der neuen Innung eine erfolgreiche Zukunft und bot seine weitere Unterstützung an, falls Bedarf bestehe.

von unseren Redakteuren