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Hinterland Aus Schandfleck wird bald Paradies
Landkreis Hinterland Aus Schandfleck wird bald Paradies
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18:48 17.01.2012

Gladenbach. Mithilfe des vom Parlament im Dezember 2010 einstimmig auf den Weg gebrachten Stadtumbauprojektes soll Gladenbach eine attraktive Einkaufs- und Wohnstadt bleiben. Nun erfolgt der zweite Schritt: Im Haushaltsentwurf sind 1,2 Millionen Euro eingestellt. Sie sollen investiert werden in die Planung des Projektes, die ersten baulichen Veränderungen und nicht zuletzt in den Grunderwerb.

Seit Jahrzehnten wird in Gladenbach über Ideen gesprochen, wie das teilweise unansehnliche Areal attraktiver gestaltet werden könnte, so lange läuft auch die bisher vergebliche Suche nach Investoren.

Das Programm Stadtumbau West bietet der Stadt Gladenbach die – wohl auf lange Sicht – einmalige Chance, die Umgestaltung der Innenstadt-Insel mithilfe von Zuschüssen in eigener Regie zu bewältigen.

Ohne das Parlament wären auch private Investitionen nicht ohne Weiteres möglich, denn die Planungshoheit liegt in Händen der Stadt. „Für den Magistrat liegt die erste Priorität des Stadtumbauplanes auf der Neugestaltung der Innenstadt-Insel“, betonte der Bürgermeister vor gut einem Jahr. Das bekräftigt er auch jetzt im Gespräch mit der OP. Im Mittelpunkt stehe die Umgestaltung der jetzigen Brachflächen zu Grünanlagen und Parkflächen, eine großzügige Bepflanzung der Randzonen sowie die Herstellung von zusätzlichen Wegeverbindungen zwischen Marktplatz und der Marktstraße. Bauamtsleiter Ulrich ergänzt: Damit solle die trennende Wirkung der Teichstraße aufgehoben werden.

Ein sicheres Überqueren der Straße ist bisher nur an der Fußgängerampel möglich, die den Marktplatz mit der Volksbankpassage verbindet. Wenn es an die Planung der Überquerungshilfen gehe, sei das Amt für Straßen- und Verkehrswesen mit im Boot, berichtet der Bürgermeister. Denn die Teichstraße ist Bestandteil der Bundesstraße 255.

Auch Gladenbachs Gewerbeverein soll bei der Festlegung zusätzlicher Wegverbindungen ein Wörtchen mitreden. „Sobald der Haushalt verabschiedet ist, soll das Projekt Innenstadt-Insel vorangetrieben werden“, kündigt der Bürgermeister an und erklärt, dass 2013 die letzten Zuschuss-Anträge im Förderprogramm Stadtumbau West gestellt werden müssen.

Zurzeit gebe es nur einen groben Entwurf, wie das Areal einmal aussehen könne, sagt Knierim. Der war nötig, um überhaupt ins Förderprogramm zu gelangen. Da die Festlegung eines Schwerpunktgebietes es zulässt, zur Abrundung des Gebietes auch angrenzende Flächen mit hinzuzufügen, könnten dort auch dringend sanierungsbedürftige Flächen an der Marktstraße und auf dem Marktplatz in das Schwerpunktgebiet eingefügt werden. So etwa das sanierungsbedürftige Busbahnhofgebäude.

von Hartmut Berge

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