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Aus IHK Kassel wird IHK Kassel-Marburg

Vollversammlungsbeschluss Aus IHK Kassel wird IHK Kassel-Marburg

Das regionale Parlament der Wirtschaft, die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel hat in ihrer Sitzung am Dienstagabend seine Satzung geändert und damit den Weg frei gemacht für eine Änderung des Namens der IHK. Ab 2013 heißt die IHK nicht mehr IHK Kassel sondern IHK Kassel-Marburg. Die ehrenamtlich engagierten Unternehmer stimmten einstimmig für einen entsprechenden Vorschlag des Präsidiums.

Kassel. „Damit möchten wir mit Blick auf das im kommenden Jahr anstehende 250-jährige Bestehen unserer IHK beziehungsweise seiner Vorläuferorganisation ein herausragendes Zeichen für unsere Regionalität geben“, begründete IHK-Präsident Dr. Martin Viessmann diesen Schritt.

„Der Positionierung des IHK-Standortes Marburg und seiner Verzahnung in unseren IHK-Bezirk kommt eine große Bedeutung zu“, erklärte Viessmann gegenüber den gewählten Unternehmensvertretern in der Vollversammlung weiter. Eine Namensänderung der IHK Kassel in IHK Kassel-Marburg könne dies in besonderer Weise dokumentieren und stärken. Historisch gebe es keine reine Regionalbezeichnung für den gesamten IHK-Bezirk - der Begriff Kurhessen gehe weit darüber hinaus und beinhalte auch nicht den Waldecker Bereich, und Nordhessen schließe Marburg selbst gar nicht mehr mit ein. „Ich glaube, dass durch eine Prägung unseres IHK-Namens durch die beiden stärksten Standorte Kassel und Marburg die Gesamtregion am schlüssigsten beschrieben ist“, sagte der IHK-Präsident und ergänzte: „Wir sind eine typische Flächenkammer, deren beide stärksten Pole im Norden Kassel und im Süden Marburg sind.“ Das IHK-Präsidium halte eine solche Namensänderung strategisch und langfristig für richtig und sinnvoll.

Auch Regionalausschuss hält Änderung für sinnvoll

Der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Marburg, Peter Lather, erläuterte die Hintergründe aus Sicht der Unternehmer des Altkreises. Neben einer starken Universität seien viele bedeutende aber auch ertragsstarke Unternehmen im Raum Marburg beheimatet wie zum Beispiel die Behring-Nachfolgefirmen, das Industriecluster in Stadtallendorf und die Deutsche Vermögensberatung.

Die besondere wirtschaftliche Positionierung der Wirtschaftsregion Marburg werde bereits durch die Delegation des stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführers Oskar Edelmann und damit verbunden die Leitung zentraler Steuerungsbereiche (Finanzen, Industrie, Recht) von Marburg aus dokumentiert. Die Wahrnehmung der IHK habe sich dadurch in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Es sei daher nur konsequent, diese wirtschaftliche Positionierung Marburgs durch die Namensänderung nach außen zu dokumentieren, betonte Lather.

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