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Aus Braumeister wird Anlagenbauer

Referenz- und Demonstrationsanlage Aus Braumeister wird Anlagenbauer

Die letzte verbliebene Marburger Brauerei – die Gasthausbrauerei Elisabeth – erweitert ihre Kapazitäten. Zudem plant Braumeister Eckart Oehring den Bau einer Referenzanlage zu Demonstrationszwecken.

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Eckart Oehring arbeitet in seiner Gasthausbrauerei im Gewölbekeller an seinem Bier.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Unter einer 1,63 Meter dicken Mauer aus etwa 700 Jahre alten Bruchsteinen, bei einer konstanten Temperatur von 13 Grad Celsius braut Eckart Oehring sein Elisabeth-Bier. Angefangen hat er vor knapp drei Jahren mit fünf 800-Liter-Tanks. Mittlerweile sind es sieben Tanks in dieser Größe. Der letzte kam vor wenigen Tagen dazu und füllt den kleinen Keller nunmehr bis auf den letzten Millimeter aus.

„Wir haben unsere Kapazität nun im Vergleich zum Start im Jahr 2007 um 25 Prozent gesteigert“, berichtet Eckart Oehring nicht ohne Stolz, während er im Gewölbekeller zwischen den großen Fässern hantiert. Nach dem Aus der Marburger Brauerei ist er derzeit der einzige Gastronom, der in Marburg noch Bier braut. Aber geht es nach Oehring soll sich das bald ändern: Der 69-jährige Geschäftsmann plant derzeit den Bau einer Referenz- und Demonstrationsanlage. „Wenn wir diese haben, können wir selbst Anlagen bauen und verkaufen“, erläutert er sein Ziel.

Bis zum Ende des Jahres soll die Referenz- und Demonstrationsanlage fertig sein. An dieser können sich dann potenzielle Kunden über den Geschmack des damit gebrauten Bieres und die Funktionsweise der Anlage informieren. Einen sechsstelligen Betrag lässt Oehring sich das kosten. „Das ist ein Novum für den Landkreis. In ganz Hessen gibt es niemanden, der solche kleinen Anlagen baut“, berichtet er. Momentan sucht er noch nach einem geeigneten Raum, in der er die Anlage, die aus einem Sudwerk und einer Gäranlage besteht, aufbauen kann.

von Katharina Kaufmann

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