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Hinterland Aus Altbau entsteht neuer Bauhof
Landkreis Hinterland Aus Altbau entsteht neuer Bauhof
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19:01 07.03.2012
Der neue Bauhof der Gemeinde Dautphetal entstand im Ortsteil Wolfgruben auf dem ehemaligen Steinseifer-Gelände. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Dautphe. Kostenmäßig sollte der Umzug des gemeindlichen Bauhofes von der Wilhelmshütter Jungstraße auf das frühere Steinseifer-Gelände an der Wilhelmshütter Straße nahezu mit Null aufgehen. Dies sei von der Gemeindeverwaltung so gesagt worden, als das Projekt erstmals vorgestellt wurde, hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Ciliox schon im Haupt- und Finanzausschuss erklärt. Jetzt, wo der Umzug beendet sei, wolle seine Fraktion Auskunft darüber erhalten, ob das damals gesetzte Ziel eingehalten wurde.

Folglich reichte die SPD zur Gemeindevertretersitzung einen entsprechenden Antrag ein. Schon in der Ausschusssitzung erwiderte der CDU-Abgeordneter Christian Weigel, dass seine Fraktion den Antrag gern ergänzen würde, was dann auch geschah. Statt nur die Kostenseite des Umzugs aufzuführen, sollte auch der erreichte Nutzen dargestellt werden. Zur Parlamentssitzung lag den Parlamentariern eine von Bauamtsleiter Konrad Moog verfasste Kosten-Nutzen-Darstellung vor, die die einzelnen Schritte darstellt. Als erster fiel der Kauf des Steinseifer-Geländes an, wofür die Gemeinde 299000 Euro ausgab. Im Gegenzug nahm sie von der Firma Schäfer und Scheffel 333.000 Euro ein, die dafür das ehemalige Bauhofgelände in direkter Nachbarschaft zum Betriebsgelände übernahm.

Für die Ausstattung des neuen Bauhofs gab die Gemeinde 240.000 Euro aus, wobei allein 62.000 Euro auf die Erneuerung der Heizungsanlage entfielen.

Zu den Umbau- und Sanierungskosten kamen 88.000 Euro hinzu, die für den Bau der neuen Lagerhalle anfielen. In dieser befinden sich Streusalz und anderes Schüttgut, das trocken gelagert werden muss. Demnächst kommen auf die Gemeinde noch geschätzte 55.000 Euro für die Erneuerung der Dacheindeckung sowie rund 10.000 Euro für neue Tore des Werkstattgebäudes zu.

Moog weist in der Aufstellung darauf hin, dass die Bauhofmitarbeiter für die Gemeinde Eigenleistungen im Wert von 50.000 Euro erbrachten.

Umfangreich stellt Moog den Nutzen des Umzugs heraus. Zuvorderst sei es gelungen, dem ortsansässigen Entsorgungsunternehmen die dringend benötigte Erweiterung zu ermöglichen. Zugleich sei mit der Umsiedlung des Bauhofs ein gewerblicher Leerstand in Wolfgruben aufgehoben worden. Das Wohnhaus könne vermietet werden, bis "weitere Flächenansprüche am Standort" akut werden. Die Arbeitsbedingungen der Bauhofmitarbeiter hätten sich durch den Umzug in die größeren Gebäude und das weitläufigere Gelände erheblich verbessert. Zudem seien jetzt ausreichend große Sozialräume vorhanden. Ein weiteres Plus seien die Vermietung einer Gewerbefläche an einen metallverarbeitenden Kleinbetrieb und auch das für die Dautphetaler Feuerwehren eingerichtete Zentrallager. Vorteilhaft sei auch die verkehrsgünstigere Lage des neuen Bauhofs, so Moog.

von Gianfranco Fain