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Aufatmen bei Laaspher Akut GmbH

Libyer zahlen Aufatmen bei Laaspher Akut GmbH

Nach mehrmonatigem Zahlungsverzug sind den Kliniken mehrere hunderttausend Euro für die Behandlung libyscher Bürgerkriegs-Opfer schriftlich zugesagt worden.

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Im Gesundheitszentrum Wittgenstein ist man zuversichtlich, dass die offenen Rechnungen für die Behandlung libyscher Bürgerkriegsopfer in Kürze beglichen werden.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Bad Laasphe. Zuletzt war die Situation in der GW Akut GmbH, einer Tochtergesellschaft des Gesundheitszentrums Wittgenstein, äußerst angespannt. Grund waren nicht bezahlte Rechnungen für die Behandlungen libyscher Bürgerkriegs-Opfer.

Seit Februar werden in der Akut GmbH des Gesundheitszentrums Patienten aus Libyen versorgt und therapiert (die OP berichtete).

Nachdem die Kostenvoranschläge beglichen worden waren, blieb ein großer Teil der weiteren Zahlungen aus. Der Zahlungsrückstand wuchs auf mehr als 600000 Euro an. Doch ein baldiges Ende des Wartens scheint nun in Sicht.

„Wir haben eine Zahlungszusage aus Libyen bekommen“, bestätigte Pressesprecher Andreas Muhs gestern entsprechende Informationen der OP. Damit sei klar: „Das Kapitel Libyen geht weiter.”

Die Zahlung sei für die Zeit von Anfang bis Mitte November avisiert. Dies habe die libysche Botschaft schriftlich mitgeteilt. „Wir gehen davon aus, dass das eingehalten wird“, sagte Muhs.

Künftig erfolge die Behandlung libyscher Patienten in Bad Laasphe aber gegen höhere Vorauszahlungen. Statt der bisherigen 15 würden nun 50 Prozent der Behandlungskosten vorab veranschlagt – wobei sich die tatsächliche Höhe der Behandlungskosten im Vorfeld nicht immer abschätzen lasse.

Zwar erhalte das Gesundheitszentrum vor der Aufnahme jedes libyschen Patienten Informationen über die Art von dessen Verletzung, „welche Verletzungen ein Patient tatsächlich hat, stellen wir manchmal erst hier fest“.

Muhs bestätigte außerdem Berichte einer nordrhein-westfälischen Lokalzeitung, wonach es eine Veränderung in der Geschäftsführung gegeben hat.

Alleiniger Geschäftsführer ist nun Jörg Moses. Bislang war Moses lediglich als kaufmännischer Geschäftsführer tätig, während Dr. Said Moshref Dekhordy die medizinische Geschäftsführung innehatte.

Streit zwischen den Gesellschaftern Professor Siegfried Bien (51 Prozent), Dr. Said Moshref Dekhordy (34 Prozent) und Jörg Moses (15 Prozent) habe es allerdings nicht gegeben. Dr. Moshref Dekhordy wolle sich fortan stärker auf seine Arbeit als Arzt konzentrieren, begründete Muhs dessen Rückzug aus der Geschäftsführung. Und er fügte hinzu: „Die drei Gesellschafter sprechen eine Sprache.“

Muhs erklärte auf Nachfrage der OP, dass die Chancen für einen Start der Reha-Klinik im ersten Quartal 2013 gut stünden. Gebäude- und „personaltechnisch“ gebe es „keine Bedenken“.

von Björn-Uwe Klein

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