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Auf das Schuleschwänzen folgt die fristlose Kündigung

Marburg Auf das Schuleschwänzen folgt die fristlose Kündigung

Weil er mehrfach in der Berufsschule und bei seinem Nachhilfe-Unterricht fehlte, erhielt ein Auszubildender der Sälzer GmbH aus Marburg die fristlose Kündigung.

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Marburg. Dagegen klagte der junge Mann nun vor dem Marburger Arbeitsgericht. Am Dienstag fand die Güteverhandlung statt – zu einer Einigung zwischen Betrieb und Auszubildendem kam es allerdings nicht.

Während der Geschäftsführer der Sälzer GmbH, Walther Sälzer, dem 19-Jährigen „beharrliche Arbeitsverweigerung“ vorwarf, erklärte der Auszubildende, er sei der Schule mehrmals ferngeblieben, weil die Mitschüler ihn mobben würden. Eine abgeschraubte Autoantenne, Laub im Fahrzeug und entwendete Kleidung nannte er als Beispiele. Den Lehrern habe er zwar Bescheid gegeben, aber die hätten nichts dagegen getan, erklärte der Anwalt des Klägers.

Mit zwei Abmahnungen im August und im November des vergangenen Jahres begründete der Betrieb die fristlose Entlassung des Metallbauschlosser-Lehrlings. Angesichts der schlechten schulischen Leistungen sei ein Fehlen in der Berufsschule und der Nachhilfe nicht zu tolerieren – auch nicht nach Hänseleien durch Mitschüler.

„Dass der Betrieb so vorgeht, zeigt, dass ihm die Ausbildung am Herzen liegt“, stellte Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle fest, der die Fehlzeiten aber als „überschaubar“ bezeichnete. „Wenn es nicht brennt, ist es schwierig im dritten Lehrjahr mit einer fristlosen Kündigung durchzukommen“, betonte er in dem Versuch die Parteien zu einem Vergleich zu bewegen.

Während der Auszubildende einwilligte, sich zu verpflichten, alles zu tun, um die Gesellenprüfung zu bestehen und den Unterricht nicht mehr zu schwänzen, war das beklagte Unternehmen hingegen nicht bereit, die fristlose Kündigung zurückzunehmen. Nun muss der Fall in einem Kammertermin am 2. Dezember um 10 Uhr vom Gericht entschieden werden.

von Katharina Kaufmann

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