Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Auf Wirtschaftskrise folgt Wertedebatte

Unternehmensführung Auf Wirtschaftskrise folgt Wertedebatte

„Wertbasierte Unternehmensführung im Mittelstand – den Spagat zwischen Kostensenkung und Arbeitgeberattraktivität bewältigen“. So lautete das Thema des Forums, zu dem die Forschungsstelle Mittelständische Wirtschaft der Phillips-Universität Marburg einlud.

Voriger Artikel
„Gut ausgebildete Fachkräfte gesucht“
Nächster Artikel
FingerHaus investiert 5,6 Millionen

Prof. Dr. Michael Lingenfelder, Frank Hauser, Jens Trompeter, Dr. Philip Grothe, Prof. Dr. Stefan Dierkes und Dr. Andreas Ritzenhoff sind sich sicher: Wertbasierte Unternehmensführung führt langfristig zum Erfolg.

Quelle: Marie Lisa Schulz

Marburg. Die Krawatten akkurat gebunden, die Stifte gezückt. Knapp 70 Vertreter Mittelständischer Unternehmen aus dem weiteren Umkreis waren gekommen, um sich über das Thema „Wertbasierte Unternehmensführung“ auszutauschen.

Hinter vielen von ihnen liegen wirtschaftlich schwere Zeiten. Vor ihnen eine Zukunft, in der sie etwas verändern wollen. Denn mit der Krise kam die Werte-Debatte wieder hoch. Und die Frage: Haben Unternehmen, die auf eine eigene, von Vertrauen geprägte Unternehmenskultur zurückgreifen können, die wirtschaftlich schweren Monate besser verkraftet?

Professor Dr. Michael Lingenfelder ist sich sicher: Ja, haben sie. „Ohne Vertrauen nach innen und außen wird es auf lange Sicht nicht gehen. Das haben wir in den letzten Jahren gemerkt.“ Er weiß: Ein mittelständisches Unternehmen baut sich aus drei wesentlichen Elementen zusammen. Das Fundament bildet die Persönlichkeit des Unternehmers. Seine Wertvorstellungen, seine klar formulierten Ziele sind für die Mitarbeiter richtungsweisend. Das Vertrauen, das die Mitarbeiter in ihren Arbeitgeber setzen und was dieser auch den Mitarbeitern entgegen bringen muss, bildet die zweite Säule. Die dritte Säule sind die harten, betriebswirtschaftlichen Faktoren, die eingehalten werden müssen, um Gewinne zu erzielen. Wertbasierte Unternehmensführung, so macht Lingenfelder klar „darf keine Gefühlsduselei sein. Vertrauen kann auch schnell in Naivität kippen.“

Es sind die kleinen Dinge, die gelebten Werte, die den Ausschlag für eine positive Bewertung geben. Die gute Nachricht, so Hauser: Jedes Unternehmen kann ein guter Arbeitgeber werden. Die schlechte: Es ist keine Selbstverständlichkeit. Dabei, so der Berater, seien keine große Ausgaben nötig. „Viele denken erst daran, was sie investieren müssen. Was sie aber bekommen ist eine gewisse Energie, eine Bindung an das Unternehmen“, versichert Frank Hauser.

von Marie Lisa Schulz

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr