Volltextsuche über das Angebot:

31 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Audi steigt in Marburg ein

Brass-Gruppe eröffnete neues Autohaus Audi steigt in Marburg ein

Mit einer großen Eröffnungsshow feierten die Brass-Gruppe und das Unternehmen Audi ihren Einstieg in Marburg. Am Samstag geht das Feiern weiter – dann dürfen alle kommen.

Voriger Artikel
Kostenlose Kitaplätze bleiben Wunsch
Nächster Artikel
Zeitweise auf Zeitreise ins Mittelalter

Firmeninhaber Ulrich Brass (ab Zweiter von links) mit Audi-Vertriebschef Martin Sander, Geschäftsführer Artan Statovci und OB Dr. Thomas Spies bei der der symbolischen Schlüsselübergabe.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Hostessen in engen knallroten Kleidern und hochhackigen Pumps empfingen am Donnerstagabend die fast 300 geladenen Gäste mit einem freundlichen Lächeln. Die Kellner servierten Ingwer-Eistee und Sekt.

Wer über den roten Teppich ging, durfte sich wie ein VIP vor der Fotowand ins beste Licht rücken lassen. Das Foto gab es wenig später als Geschenk am Ausgang. Rot war auch die prägende Farbe der Lichtshow – und eher zufällig – erinnerte auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) in seiner Rede an das Rot, das einst ein schickes Audi-Cabrio-Modell hatte. Wer sich noch erinnern kann: Vor Jahren fuhr der damalige Landtagsabgeordnete einen roten Audi privat. Aber das ist Geschichte. Die Zukunft gehört nach dem Willen des Rathauschefs den Elektroautos. Die Stadt versuche, nur noch solche Fahrzeuge in ihren Fuhrpark aufzunehmen, so Spies.

Eröffnung Autohaus Brass. Foto: Nadine Weigel

Zur Bildergalerie

Er sprach von Marburg als einer „kleinen engen Stadt mit schlechter Luft“, in der eine Umweltzone eingerichtet worden ist. An die Adresse künftiger Investoren sagte Spies: „Wir haben einen bescheidenen Gewerbesteuerhebesatz. Man kann gut nach Marburg kommen.“

Der Gastgeber des Abends, Firmeninhaber Ulrich Brass, erzählte den Gästen, dass der erste Kontakt nach Marburg vor rund drei Jahren entstand. Sein erster Ansprechpartner sei damals Wolfgang Liprecht von der Wirtschaftsförderung der Stadt gewesen, der ihn auf das Messegelände aufmerksam gemacht hätte. Die Stadt hatte das Grundstück fünf Jahre zuvor vom Land Hessen gekauft. „Wir haben auf Sie gewartet“, sagte Spies zu Brass. Er sei froh, dass die Fläche in der Zwischenzeit nicht an andere Anbieter gegangen sei.

Johannes Scherer 
moderierte

Der Vertriebschef für Audi in Deutschland, Martin Sander, erklärte den Gästen, warum das Unternehmen seine Autohäuser als Terminals bezeichnet: Ein Terminal am Flughafen verbinde Menschen mit der Welt, 
Audi wolle Menschen ebenfalls mit der Welt verbinden. Im vergangenen Jahr ging die Philosophie auf: Das Unternehmen erzielte einen Absatzrekord mit weltweit 1,9 Millionen verkaufter Autos. 850 „Terminals“ gibt es weltweit. Die Brass-Gruppe mit Sitz in Aschaffenburg vertritt acht Automarken an 25 Standorten. In Marburg investierte sie nach eigenen Angaben mehr als sechs Millionen Euro.

Auf lange Reden verzichteten die Gastgeber, denn die Party stand im Vordergrund. FFH-Moderator Johannes Scherer führte durch den Abend. Mit Live-Cooking, Live-Musik, Film- und Lichtshow sowie Longdrink- und Kaffeebar gab es ein für Marburg bisher ungewöhnliches Rahmenprogramm. Und wer einfach nur die neuesten Automodelle bestaunen wollte, konnte sich auf dem Außengelände umschauen. Der virtuelle Schauraum war ebenfalls geöffnet.

Am Samstag feiert das Unternehmen weiter – und zwar mit noch mehr Gästen, denn jeder ist zur offiziellen Neueröffnung eingeladen. Ab Montag werden dann an gleicher Stelle Verkaufsleiter Marcel Streng und seine 25 Mitarbeiter die Kunden begrüßen.

von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr