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Atemlose Stille zur Sterbestunde Jesu

Konzert Atemlose Stille zur Sterbestunde Jesu

Andächtig verfolgten die Zuhörer in der Martinskirche das Konzert zur Sterbestunde Jesu. Die Altistin Petra Naumann-Richter und Sopranistin Susanne Zeiher überzeugten stimmlich.

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Altistin Petra Naumann-Richter und Sopranistin Susanne Zeiher trugen in der Martinskirche in Gladenbach das „Sabat Mater“ eines unbekannten Dichters vor.Foto: Ingrid Lang

Gladenbach . Mehr als 150 Zuschauer kamen am Karfreitag in die Martinskirche in Gladenbach, um die Musik zur Sterbestunde Jesu zu erleben. Zu Beginn erklang an der Orgel die Partita „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ von Johann Sebastian Bach, vorgetragen von Kantor Burghardt Zitzmann. Mit großer Hingabe trugen anschließend die Sopranistin Susanne Zeiher und die Altistin Petra Naumann-Richter gemeinsam, aber auch abwechselnd das „Stabat mater“ eines unbekannten Dichters vor.

Giovanni Battista Pergolesi, der 1710 in Jesi geboren und als hochbegabter Musiker schon zu Lebzeiten zu den populärsten Komponisten zählte, hat die bekannteste Version des „Stabat Mater“ komponiert.

Naumann-Richter und Zeiher brillierten bei dem Gesang mit ihren hervorragenden Stimmen und setzten so Pergolesis Passionssequenz gekonnt um. Untermalt wurde die trostspendende Trauermusik in ihrer schlichten Einfachheit und mit der Tiefe der Empfindung von der Orgelmusik.

Der gesamte Gesang des „Stabat Mater“ erfolgte in Lateinisch, den die Besucher aber in der gereimten Fassung von Heinrich Bone aus dem Jahr 1847, auf Deutsch auf dem Liedblatt verfolgen konnten. Das Gedicht beginnt mit „Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weinte von Herzen“. Während der Musikstunde am Karfreitag war die Martinskirche erfüllt von einer atemlosen Stille sodass sich am Ende Dekan Matthias Ullrich für die Aufführung bedankten und die Besucher leise das Gotteshaus verließen.

von Ingrid Lang

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