Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 16 ° Gewitter

Navigation:
Arztmangel: Zwei Praxen schließen in Dautphetal

Über 4000 Patienten betroffen Arztmangel: Zwei Praxen schließen in Dautphetal

Im Sommer schließen zwei Arztpraxen in Dautphetal. Nachfolger sind nicht in Sicht. Die Gemeinde hat Profis beauftragt, Mediziner aufs Land zu locken.

Voriger Artikel
Bastians Ziel: 2021 wieder die Mehrheit
Nächster Artikel
Post stapelt sich in Gladenbach

In Dautphetal werden Landärzte rar. Die Gemeinde hat Profis angeheuert, um Mediziner aufs Land zu locken.

Quelle: Archivbild

Dautphetal. Nichts Positives­ habe er zu berichten, beantwortet Bürgermeister Bernd Schmidt die Anfrage der CDU-Fraktion hinsichtlich der Besetzung der in Holzhausen und Dautphe freiwerdenden Arztpraxen.

Die Allgemeinmediziner, Dr. Martin Bohe und Dr. Joachim Ziegler, kündigten im April an, ihre Praxen im Sommer 2018 zu schließen, was mehr als 4.000 Patienten betrifft. Weil noch keine Nachfolger in Sicht sind, beschloss der Gemeindevorstand, die Suche zu unterstützen.

Nun gibt es laut Schmidt Richtlinien für die von der Gemeindevertretung beschlossene Niederlassungsunterstützung für Ärzte. Diese könnten von der Gemeinde zur Absicherung oder Wiederbelebung von Arztsitzen 20.000 Euro erhalten. Eine ähnlich geartete, höher aber erfolglose Förderung stellte die Kassenärztliche Vereinigung Hessen kürzlich ein, und nannte als Grund den Wildwuchs an Ansiedlungsanreizen.

Zudem hat der Gemeindevorstand laut Schmidt ein Fachunternehmen ( IWG - Ideenwelt Gesundheitsmarkt GmbH & Co.KG, Anmerkung der Redaktion) beauftragt, das seine Kompetenz in der Besetzung von Arztpraxen schon durch bundesweite Erfolge nachweisen konnte. Somit habe­ der Gemeindevorstand alles ­getan, was derzeit möglich ist, sagte Schmidt abschließend.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr