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Hinterland Arbeitsrechtstage mit Teilnehmerrekord
Landkreis Hinterland Arbeitsrechtstage mit Teilnehmerrekord
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19:30 20.11.2009
Mit 90 Teilnehmern hatten sich in diesem Jahr so viele Anwälte zu den Arbeitsrechtstagen angemeldet wie nie zuvor. Quelle: Muth

Marburg. Die Marburger Arbeitsrechtstage haben sich in den vergangenen Jahren zu der wichtigsten arbeitsrechtlichen Fortbildungsveranstaltung im mittelhessischen Raum entwickelt. „Der Zuspruch ist enorm“, stellte Jürgen Schlienbecker, der Leiter der Arbeitsrechtstage, bei der Begrüßung der Teilnehmer am Freitagmorgen fest.

Schlienbecker – selbst Anwalt in Marburg – hat die Tagung vor neun Jahren für den Marburger Anwaltsverein ins Leben gerufen. „Sonst sind wir immer zur Fortbildung nach Köln gefahren. Dann habe ich gedacht, dass wir das auch selbst organisieren können“, erinnert sich Schlienbecker an die Idee, die Areitsrechtstage in Marburg etablieren.

Jeder Fachanwalt muss pro Jahr nachweisen, mindestens zehn Stunden Fortbildungsveranstaltungen besucht zu haben. Die Marburger Arbeitsrechtstage sind anerkannt, erklärte Schlienbecker. Er freute sich sehr über den Teilnehmerrekord in diesem Jahr. „Viele Anwälte kommen jedes Jahr wieder“, sagte der Initiator.

Im Vordergrund der zweitägigen Veranstaltung steht der Fortbildungsaspekt: Namhafte Referenten stellen in diesem Jahr aktuelle Fälle und Urteile aus den verschiedenen Bereichen des Arbeitsrechtes vor. Neben dem Verfolgen der Fachvorträge haben die Teilnehmer auch ausreichend Gelegenheit, sich mit den Kollegen auszutauschen.

Zu den Teilnehmern zählen Fachanwälte für Arbeitsrecht, die überwiegend aus Mittelhessen kommen sowie Richterinnen und Richter der Arbeitsgerichte Marburg, Gießen und Wetzlar.

Das diesjährige – hochaktuelle – Thema der Arbeitsrechtstage, Kündigungsrecht, wurde ausgewählt, weil „mit Massenkündigungen gerechnet wurde“, erklärte Jürgen Schlienbecker. „Durch die Kurzarbeit in vielen Unternehmen sind diese bislang nicht vorgekommen“, so Schlienbecker weiter.

Als erster Referent sprach Professor Dr. Friedhelm Rost, ehemaliger Direktor des Bundesarbeitsgerichts, zum aktuellen Fragen des Kündigungsrechts, personen- und verhaltensbedingter Kündigung und Änderungskündigung. „Die Änderungskündigung hat sich in der Praxis noch nicht bewährt, gilt aber als eines der wichtigsten Mittel, um der wirtschaftlichen Lage gerecht zu werden“, sagte Schlienbecker einleitend.

Rost habe in den Jahren 2000 bis 2009 „die Rechtsprechung des Kündigungsrechts maßgeblich geprägt.“ Zudem hat Rost, der auch am Arbeitsgericht Marburg tätig war, vor neun Jahren dazu beigetragen, dass die Marburger Arbeitsrechtstage erstmals stattfinden und zu einer festen Größe im Fortbildungsprogramm für Fachanwälte werden konnten.

Im zweiten Vortrag am Freitag referierte Professor Dr. Bernd Schiefer, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Düsseldorf, über betriebsbedingte Kündigungen. Bereits im Alter von 33 Jahren hatte Professor Dr. Gregor Thüsing aus Bonn einen Lehrauftrag erhalten. Sein Thema während der Arbeitsrechtstage waren Betriebsverfassungsrecht und aktuelles europäisches Arbeitsrecht. Thüsing ist Direktor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit der Universität Bonn.

Den letzten Vortrag der Fortbildungsveranstaltung hielt Friedrich Hauck, der als Vorsitzender Richter beim Bundesarbeitsgericht tätig ist. Er befasste sich mit dem Betriebsübergang und stellte den Anwesenden – wie seine Kollegen – Fälle der aktuellen Rechtssprechung und Gesetzgebung vor.

von Christina Muth

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