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Arbeitslose sind nicht gesünder

Marburg Arbeitslose sind nicht gesünder

Auf einer Konferenz, ausgerichtet von Arbeit und Bildung und der Praxis GmbH, berieten Experten aus fünf europäischen Ländern über die Zusammenhänge von Langzeitarbeitslosigkeit und gesundheitlichen Problemen.

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Physiotherapeutin Veronica Damjanovic zeigte den Teilnehmern einige einfache Übungen mit Ball und Stab, die den Rücken stärken und die Haltung verbessern.

Quelle: Christoph Wohlleben

Marburg. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „50fit“ kamen Vertreter von acht Partnerorganisationen aus fünf europäischen Ländern. In Workshops stellten die Experten ihre Erkenntnisse über die Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit auf die Gesundheit vor, vor allem bei älteren Arbeitnehmern, und zeigten Möglichkeiten auf, wie man dem gesundheitlichen „Verfall“ entgegenwirken kann.

„Das Vorurteil, dass Arbeitslose durch ihre viele Freizeit gesünder sind, ist falsch“, so Gerlinde Jäckle, Geschäftsführerin der Praxis Gemeinnützige Beschäftigungs- und Bildungsgesellschaft. „Sie bewegen sich weniger, leiden oft psychisch unter ihrer Situation, bekommen Depressionen und flüchten sich vielleicht sogar in die Sucht. Hinzu kommen Rückenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme.“

Die 35 Teilnehmer der Veranstaltung glauben an den Nutzen der Konferenz. „Arbeitslosigkeit ist bei uns in Bulgarien ein großes Problem. Bis zu 30 Prozent sind ältere Langzeitarbeitslose, eine besonders kritische Gruppe“, erzählt Miroslav Nikolav von der Organisation Europartners 2000 Foundation. „Die gesundheitlichen Probleme sind dabei ein Hauptgrund, dass es trotz Berufserfahrung schwer für diese Menschen ist, eine Arbeit zu finden.“

von Christoph Wohlleben

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