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Hinterland Arbeit und Bildung plant für 2012 neue Angebote
Landkreis Hinterland Arbeit und Bildung plant für 2012 neue Angebote
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20:20 01.01.2012
Das Xenos-Projekt „Starke Azubis – starke Betriebe“ soll 2012 mit neuen Schwerpunkten fortgesetzt werden. Quelle: Privatfoto

Marburg. Zum Ende des Jahres zog der mittelhessische Bildungs- und Beschäftigungsverein Arbeit und Bildung Bilanz und entwickelte neue Pläne für das Jahr 2012. Bisher kann man die Berufsbildung des Vereins mit Hauptsitz in Marburg – insbesondere die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für benachteiligte Jobsuchende – als klare Erfolgsgeschichte betrachten. Die beiden Geschäftsleiter, Angelika Funk und Rainer Dolle, empfahlen daher zwar, an der bisherigen Arbeit festzuhalten, sie haben aber auch neue Pläne parat.

„Ähnlich wie in der Privatwirtschaft sind wir jedes Jahr im Ungewissen über den Ausgang von öffentlichen Ausschreibungen der Bildungs- und Beschäftigungsangebote“, sagte Rainer Dolle. Bei der Berufsvorbereitung, Beschäftigungsschaffung und der Integration von Arbeitslosen stünde man in Konkurrenz zu anderen Bildungsträgern und Konzernen. Auch wenn dies ernüchternd sei, so müsse man sich diesem „merkwürdigen Zeitgeist, der häufig die Qualität vor Ort und die in der Bildungsbranche immer weiter sinkenden Löhne unberücksichtigt lässt“ stellen und versuchen, so viele Aufträge wie möglich an Land zu ziehen, folgerte Dolle.

Umso wichtiger und erfreulicher sei es daher, dass man mit vielen hessischen und bundesweiten Anträgen erfolgreich gewesen sei, betonte Angelika Funk. Arbeit und Bildung habe etwa den Zuschlag für die Initiative „Ausbildung und Vielfalt an der Lahn“ bekommen und werde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert. Mit Beginn des neuen Jahres können demnach im Xenos-Projekt „Starke Azubis – Starke Betriebe!“ neue Schwerpunkte gesetzt und insbesondere Jugendliche mit Migrationshintergrund angesprochen werden, so Funk.

Was die Förderung von Langzeitarbeitslosen betrifft, beklagten Dolle und Funk, dass die Bundesmittel rückläufig seien und somit das Kreisjobcenter Marburg-Biedenkopf langzeitarbeitslose Menschen nicht in dem Maße fördern könne, wie es in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Trotz dieser Rückschläge wollen Dolle und Funk unverdrossen neue Pläne in Angriff nehmen: Dazu zählen unter anderem modulare Teilqualifikationen für besonders marktferne Arbeitslose und verbesserte psychotherapeutische Begleitung für Langzeitarbeitslose.

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