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Anke Jochem wechselt in die freie Wirtschaft

Lahn-Dill-Bergland-Therme Anke Jochem wechselt in die freie Wirtschaft

Nach der exklusiven Berichterstattung vom Freitag zum Führungswechsel in der Lahn-Dill-Bergland-Therme meldet sich die derzeitige Leiterin Anke Jochem zu Wort.

Bad Endbach. Anke Jochem übernahm im November 2010 die Leitung der Bad Endbacher Lahn-Dill-Bergland-Therme mit dem festen Vorsatz, dort nach 24 Monaten Einarbeitungszeit eine Festanstellung zu erhalten. Im Januar dieses Jahres sah es nach ihren Angaben auch noch gut aus. Bürgermeister Markus Schäfer habe ihr ab November eine Übernahme in einen unbefristeten Anstellungsvertrag zugesichert. Während der längeren Abwesenheit Schäfers durch Krankheit habe sich für Jochem aber einiges geändert. Für sie stand fest, dass sie den Job doch nicht weitermachen will. Sie habe mit dem Gemeindevorstand gesprochen und mit Dieter Domke, Erster Beigeordneter, der in Vertretung für den Bürgermeister die Aufgaben des Rathauschefs übernommen hatte. Die Absprache mit dem Gemeindevorstand über die Modalitäten zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses hätten sich in die Länge gezogen. Nach dreimonatiger Verhandlungsdauer hat sich Jochem vergangene Woche mit dem wieder genesenen Bürgermeister geeinigt. Wie die OP am Freitag berichtete, ist die Thermenleiterin bis zum Auslaufen ihres Vertrags am 8. November freigestellt.

„Ich habe persönliche Gründe, warum ich den Job nicht weitermachen kann“, sagt Jochem. Sie will wieder in die freie Wirtschaft wechseln. Es sei wichtig gewesen, dass ein klarer Schnitt erfolgt.

Jochem war seit 2010 bei der Gemeinde angestellt. Die Betreibergesellschaft DSGB (Deutsche Sportstätten- und Planungsgesellschaft) habe ihr beratend zur Seite gestanden. Nach einem Jahr habe sie das Millionen-Projekt überwiegend eigenständig geleitet. Die Zusammenarbeit mit dem DSGB-Geschäftsführer Hans-Peter Vogelhofer bezeichnet Jochem als sehr gut. Außerdem habe sich die Therme seit der Eröffnung im Oktober 2009 sehr gut etabliert. „Viele Menschen haben dazu beigetragen: vor allem das Mitarbeiter-Team“, sagt Jochem.

Die Gerüchte über Querelen mit der Belegschaft des Eigenbetriebs haben sie überrascht. Für sie war es eine „tolle Zeit“ und auch die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister lobt Jochem.

Dass nun innerhalb von drei Jahren der dritte Führungswechsel an der Spitze der Lahn-Dill-Bergland-Therme anstehe, sei schade, bestätigte sie. Der Gemeindevorstand muss sich in den nächsten Wochen mit einer Lösung des Problems beschäftigen. Bis dahin wird es eine interne Lösung geben, wie schon bei dem Weggang von Jochems Vorgängerin Doris Räuber.

von Silke Pfeifer-Sternke

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