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Amtsgericht erfährt Aufwertung

Biedenkopf Amtsgericht erfährt Aufwertung

Neben baulichen Veränderungen bietet das Biedenkopfer Amtsgericht als Neuheit schon eine Zeugenbetreuung an. Eine „Beratungsschnittstelle“ wird als hessenweit erstes Modell bald folgen.

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Biedenkopf. Nach den personellen Veränderungen in jüngster Zeit tut sich auch in baulicher Hinsicht einiges am Amtsgericht in Biedenkopf. Seit Donnerstag sind Arbeiter dabei, das Erscheinungsbild des 1893 erbauten Gebäudes etwas aufzufrischen. Am Freitag waren Handwerker damit beschäftigt, große Glaselemente einzubauen, die die Flure vom Treppenhaus abtrennen.

Diese Vorgabe des Brandschutzes wird auch dazu genutzt, abgetrennte Sicherheitszonen einzurichten. Zudem wird die Videoüberwachung der Zonen erweitert. Weitere Arbeiten im Haupt- und Nebenhaus sind die Sanierung der Flure und Türen, die helle freundliche Anstriche erhalten. Sowohl das Gerichtsgebäude als auch die ehemalige Buderusvilla stehen als stadtbildprägendes Ensemble unter Denkmalschutz.

Er sei sehr glücklich über die Veränderungen, sagt Amtsgerichtsdirektor Mirko Schulte. Die Flure würden durch die sich harmonisch in die Bausubs­tanz einfügenden Neuerungen erheblich aufgewertet.

Weniger offensichtlich, dafür für die Verfahrensbeteiligten am Amtsgericht umso wichtiger, könnte eine Neuerung sein, die es so bisher nur in Frankfurt gibt. Das Gericht in Biedenkopf verfügt über einen speziell geschulten Mitarbeiter, der insbesondere für Opfer und Zeugen als Gesprächspartner zur Verfügung steht.

Thomas Böhle kann auf Wunsch verunsicherte Teilnehmer in Strafverfahren begleiten und betreuen. Der Justizsekretär (Foto) steht Zeugen bei Fragen, Sorgen und Angstgefühlen zur Seite, informiert über Rechte, hilft Ängste und Kommunikationshemmnisse abzubauen und weist auf Wunsch auch den Weg zu Opferschutzinstitutionen.

Thomas Böhle ist im Erdgeschoss des Amtsgerichts, Zimmer 14, oder unter der Telefonnummer 0 64 61 / 70 02 23 zu erreichen.

von Gianfranco Fain

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