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Hinterland Nichte soll vom Onkel Drogen erhalten haben
Landkreis Hinterland Nichte soll vom Onkel Drogen erhalten haben
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00:19 21.09.2018
Symbolfoto: Gericht Marburg. Quelle: Archiv
Marburg

Das Mädchen hatte dies vor Gericht bekräftigt und ausgesagt, ihr Onkel habe gesagt, für die Drogen eine ärztliche ­Erlaubnis zu haben (die OP berichtete).

Laut Auskunft seines Hausarztes hat der 39-jährige Biedenkopfer aber keine Cannabisprodukte verschrieben bekommen.

Der Angeklagte bestreitet, ­wegen einer Krankheit entsprechende Verschreibungen erhalten zu haben. Auf Anfrage von Staatsanwalt Sebastian Brieden bestätigte ein Allgemeinmediziner diese Angabe. „Unsererseits sind nie cannabishaltige Medikamente verschrieben worden“, teilte er schriftlich mit. Die Auskunft einer Fachärztin steht noch aus.

Der Angeklagte hatte am ersten Verhandlungstag betont, dass das, was seine Nichte in der Schule erzählt hat und was letztlich zu den polizeilichen Ermittlungen gegen ihn führte, erfunden sei. Das habe das Mädchen auch zugegeben.
Eine Freundin und ein weiterer Schulkamerad bestätigten, dass die heute 16-Jährige durchaus schon mal Sachen erzählt habe, die sie für übertrieben hielten. Zur Sache selber konnten die beiden Zeugen aber nichts beitragen.

von Heiko Krause