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Amerikaner impfen Marburger Stoff

Novartis Amerikaner impfen Marburger Stoff

Stolz sind sie, die Marburger Spitze und die Mitarbeiter des Pharmaunternehmens Novartis: „Ihr“ Grippeimpfstoff wird in die USA geliefert, nachdem die US-Gesundheitsbehörde die Zulassung erteilte.

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Mitarbeiter am Standort Marburg in der hochmodernen Produktionsanlage.Foto: Novartis Vaccines

Marburg. Nun können auch US-Amerikaner mit Optaflu von Novartis geimpft werden. Die US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat dem zellkulturbasierten Grippeimpfstoff des Pharmakonzerns Novartis die Zulassung erteilt.

In den USA heißt Optaflu allerdings Flucelvax. Flucelvax wurde am Standort Marburg entwickelt. Er kann aufgrund der Zulassung nun auch in die USA geliefert werden. „Wir freuen uns sehr über die Zulassung“, sagte Jochen Reutter, Standortleiter und Geschäftsführer von Novartis Vaccines and Diagnostics in Marburg der OP. In der von Bundeskanzlerin Merkel 2007 eröffneten Anlage sei die weltweit erste Charge eines Influenza A (H1N1)-Impfstoffkonzentrats 2009 abgeschlossen worden. Nun könne mit dem in Marburg produziertem Stoff der amerikanische Markt beliefert werden. Zu Mengen und Umsätzen wollte das Unternehmen auf Anfrage der OP keine Angaben machen.

Das Besondere an dem Marburger Impfmittel: Es wird auf Basis von Zellkulturen produziert, ohne die sonst übliche Verwendung von Hühnereiern. Damit sei Flucelvax der erste Impfstoff dieser Art in den USA, erklärt Novartis. In einer neuen Zellkulturproduktionsanlage in Holly Springs in den USA soll die Produktion dann weitergehen.

Eine weitere Meldung, die in diesen Tagen Novartis erfreut: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat weitere Chargen des saisonalen Grippeimpfstoffes Begripal für Deutschland freigegeben.

Die zeitweiligen Auslieferungsstopps in Italien, Österreich, Frankreich, Kanada und der Schweiz wurden bereits aufgehoben. Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Begripal und Fluad seien nachweislich bestätigt: Europaweit wurden über eine Millionen Menschen in der laufenden Saison geimpft, ohne dass auffällige Nebenwirkungen oder relevante Sicherheitsbedenken berichtet wurden, heißt es.

von Anna Ntemiris

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