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Hinterland Endspurt auf der Messe
Landkreis Hinterland Endspurt auf der Messe
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08:30 27.01.2018
Nagelten um die Wette: Yannick Schlüter (vorne, von links), Mia Primke, Johannes Müller und Henrik Runzheimer – Rudolf Paulus vom Bildungszentrum der Bauwirtschaft schaute zu. Quelle: Andreas Schmidt
Marburg

Dass die Ausbildungsmesse für die Berufsfindung einen hohen Stellenwert haben kann, verdeutlicht Lehrerin Katharina Alt, die mit 26 Schülern – also einer Klasse – der Sophie-von-Brabant-Schule zur „Ansage Zukunft“ gekommen ist.

„Für uns ist die Messe sehr wichtig“, sagt sie. Der Termin sei quasi fest in der Berufsorientierung verankert. „Hier haben sie alle Betriebe auf einen Fleck“, die Schüler könnten sehr leicht Kontakte knüpfen.

Damit dies gelingt, hat Alt ihre Schüler auf den Besuch vorbereitet, hat ihnen auch Fragen mit auf den Weg gegeben und sie vorher schon aufgefordert, sich drei Berufe auszusuchen, die sie interessieren. „Und dazu sollten sie dann detaillierte ­Informationen einholen.“

Ähnlich sieht es auch Rainer Hoffarth – der nicht nur Berufschullehrer ist, sondern auch dem heimischen „Arbeitskreis Schule Wirtschaft“ vorsitzt. Damit ist er auch auf der „Ansage­ Zukunft“ vertreten, denn der Arbeitskreis ist quasi das Bindeglied zwischen Schulen und Unternehmen. Hoffarth weiß: „Es gibt zahlreiche Lehrer, die von den tatsächlichen Anforderungen der Betriebe nur theoretisches Wissen haben.“ Auch die könnten auf der Messe eine Menge lernen und dieses Wissen dann an ihre Schüler weitergeben – das sei für deren beruflicher Orientierung essentiell.

Interesse am Schrauben führt zum Berufswunsch

Berufliche Orientierung hat Ayleen Schöps bereits: Die ­begeisterte Moped-Fahrerin­ möchte gerne eine Ausbildung im Kfz-Bereich machen, „am liebsten an Motorrädern“, sagt die 23-Jährige. „Ich habe eine­ Simson-Enduro, an der ich sehr gerne herumschraube, das macht mir sehr viel Spaß und die Technik begeistert mich“, sagt die Cölberin. „Es gibt auch immer etwas dran zu machen“, sagt sie lachend. „Das sind natürlich optimale Voraussetzungen für den Beruf“, bestätigt Ralf Funke, Obermeister der Marburger Kfz-Innung.

Geir Mumenthaler informierte sich bei der Bundeswehr – denn dort war er schon einmal und denkt über Rückkehr nach. „Ich habe Bio-Informatik studiert, das hat mir aber nicht so zugesagt. Daher würde ich jetzt gerne eine Ausbildung bei der Bundeswehr machen, denn das hat mir gut gefallen“, sagt er. Der 22-Jährige könne sich beispielsweise vorstellen, als Informatiker für Systemintegration zu arbeiten. Infos dazu bekam er von Dominik Hermes, der auch der Messe ein großes Lob zollte: „Wir sind auf zahlreichen Ausbildungsmessen unterwegs, aber hier in Marburg, das ist schon eine hochwertige Veranstaltung“, sagt er.

Am Samstag wird die Messe von 9.30 bis 13 Uhr fortgesetzt – dann auch mit zahlreichen Vorträgen.

von Andreas Schmidt

Programm Samstag, 27. Januar

10 Uhr: „StudiumPlus – Das Studium mit dem PraxisPlus“, Referentin: Annette Lust, THM – StudiumPlus, Bereich Marketing

10.15 Uhr: „Aus dem Blick­winkel von Jungunternehmern – Karrierechancen im Kfz-Handwerk“, Referent: Stephan Becker, 
Kraftfahrzeugtechnikermeister, ­
Geschäftsführer Car Service, Becker GmbH, Wetter

10.30 Uhr: „Aus dem Blickwinkel von Jungunternehmern – Karrierechancen im Maler-Handwerk“, Referent: Ulrich Herbener, Maler- und Lackierermeister, Geschäftsführer, Kirchhain

10.45–11 Uhr: Pause

11 Uhr: „Fachkräftegewinnung in einer neuen Dimension – Teilzeit!“, Referentin: Heiderose Knapp, Wiedereinstiegsberaterin, Agentur für Arbeit Marburg

11.15 Uhr: „Die große Welt des Online-Handels stellt sich vor“, Referent: Diplom-Informatiker Andreas W. Ditze, Geschäftsführer Tripuls Media Innovations GmbH

11.30 Uhr: „Neues Berufsbild geht am 1. August 2018 an den Start: Kaufmann/-frau im ­E-Commerce“, Referent: Diplom-Ökonom Stefan Hesse, Bildungsberater IHK Kassel-Marburg

11.45 Uhr: „Alternativen zum Studium – Angebote der ­Agentur für Arbeit Marburg“, Referenten: Edgar Losse und Katja Wiechmann (Berater im Hochschulteam)

Den Bericht vom Auftakttag lesen Sie hier.