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„Altlast“ führt zum fatalen Fehler

Gladenbach „Altlast“ führt zum fatalen Fehler

Nicht ausreichende Dokumentationen und ein Trugschluss führten dazu, dass ein Haus in der neu ausgebauten Schlossallee zwei Jahre lang nicht an den neuen Kanal angeschlossen war.

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Um den fehlenden Hausanschluss zu legen, musste die neu ausgebaute Schlossallee über die gesamte Fahrbahnbreite aufgebaggert werden.

Quelle: Hartmut Berge, privat

Gladenbach. „Es tut uns allen leid, aber ein Patentrezept, wie in ähnlich gelagerten Fällen künftig grundsätzlich solche Fehler vermieden werden können, habe ich nicht“, sagt Diplom-Kaufmann Wolfgang Kummer. Er ist Geschäftsführer der Mittelhessischen Wasserwerke in Gießen, dem der Zentralverband Mittelhessischer Abwasserwerke angegliedert ist.

Verbandsmitglied ist auch die Stadt Gladenbach. Somit lag der vor gut zwei Jahren in der Schlossallee abgeschlossene Kanalneubau in der Verantwortung der Abwasserwerke. Mit der Planung des Kanalneubaus hatte der Zweckverband ein Ingenieurbüro beauftragt. Auslöser für den peinlichen Fehler seien zunächst unzureichende Pläne gewesen, erklärt der Geschäftsführer.

Das betreffende Baugebiet sei in den 1950er-Jahren entstanden, in den vorliegenden Plänen sei nur der eigentliche Kanal verzeichnet, nicht aber die Hausanschlüsse.Bei der Befahrung des alten Kanals mit einer Kamera war in Höhe des betreffenden Hauses nur der Schacht für zwei Straßeneinläufe zu erkennen.

von Hartmut Berge

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