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Altes Drachenboot wird neu gemacht

Marburger Bootswerft Altes Drachenboot wird neu gemacht

Die Marburger Bootswerft des Vereins Arbeit und Bildung Marburg restauriert gemeinsam mit der ZAUG GmbH Gießen unter Mithilfe eines kantonesischen Drachenbootbauers ein echtes Teak-Holz-Drachenboot aus Hongkong.

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Chris Schnerr (von links), Peter Pokatschaloe, Karl Lauer, Besart Peci, Sozialpädagogin Carmen Engelbrecht, der Chinese Lai Kam Fuk, Adolf Maurer und Dr. Michael Hegemann von der ZAUG GmbH bringen das alte Drachenboot aus England in der Marburger Bootswerft in Cölbe auf Vordermann.

Quelle: Julia Wolf

Cölbe. „Ursprünglich wollte ich nur ein Team aus Mitarbeitern der ZAUG GmbH für ein Drachenbootrennen zusammenstellen“, berichtete Dr. Michael Hegemann von der ZAUG. Daraus entstand letztlich der Gedanke, gemeinsam mit den Auszubildenden ein eigenes Drachenboot zu bauen. „Es war jedoch schwierig, im Internet entsprechende Baupläne zu finden, daher haben wir Kontakt mit der International Dragon Boat Federation geknüpft“, erklärte Hegemann weiter. Dabei stellte sich dann heraus, dass in England ein Original Teak-Holz-Drachenboot auf seine Restaurierung wartete.

Schnell wurde klar, dass das Boot sehr gelitten hatte und eine professionelle Werkstatt zur Verbesserung des Zustandes von Nöten war. Daher schloss man sich mit Angelika Funk, stellvertretende Geschäftführerin des Vereins Arbeit und Bildung Marburg, kurz. Außerdem konnte man Dank zahlreicher großzügiger Spenden diverser Unternehmen den Cousin des ursprünglichen Bauers des Schmuckstückes, Lai Kam Fuk, aus Honkong einreisen lassen, damit er die Arbeit des gemeinsamen Projektes unterstützen konnte. So wurde das Boot von England nach Gießen und von dort aus in die Marburger Bootswerft nach Cölbe gebracht.

Unter der Anleitung von Schreinermeister Adolf Maurer wird das zwölf Meter lange Boot derzeit von Auszubildenden der ZAUG Gmbh und von Lai Kam Fuk bearbeitet. Es bietet Platz für 20 Ruderer, einen Steuermann und einen Trommler.

Entgegen den modernen Drachenbooten wird dieses historische Boot im Sitzen gesteuert, der Trommler von einem Gong in der Bootsmitte unterstützt. Fünf senkrechte Stangen dienen zur Aufnahme von Fahnen oder einem bunten Tuch, welches – über das gesamte Boot wie ein Baldachin gespannt – den Eindruck erweckt, dass die Paddler im Bauch des Drachen sitzen. Bei mehr als 700 Kilogramm Gewicht wiegt das Boot mehr als doppelt so viel wie moderne Kunststoffboote und ist daher für die üblichen Rennen nicht einsetzbar.

Trotzdem hoffen die fleißigen „Renovierer“, dass die „Urmutter“ aller Drachenboote schon bald für verschiedene Veranstaltungen zu Wasser gelassen werden kann.

von Julia Wolf

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