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Alt und neu wird gegenübergestellt

Lohra Alt und neu wird gegenübergestellt

Das Jubiläum des 100-jährigen Besitzes ihrer ersten Wasserspritze nutzt die Lohraer Feuerwehr, um sie am Wochenende bei einem Backhausfest zu zeigen. Dabei wird auch das neue Löschfahrzeug der Wehr vorgestellt.

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Altes und neues Feuerwehrgerät präsentieren die Mitglieder der Lohraer Einsatzabteilung (von links) Oliver Thomas, Patrick Schuhmacher, Thorsten Kranz, Franziska Kapetanovic, Dominik Heinz und Steffen Steiß.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Während das eine Gefährt auch bei einer Übung in Aktion zu sehen sein wird, ist die alte Feuerwehrspritze nur als Ausstellungsstück zu bewundern. „Sie ist ein Spiegelbild der Feuerwehr Lohra, hat ebenso Höhen und Tiefen durchlebt“, meint der langjährige ehemalige Wehrführer und Gemeindebrandinspektor Wolfgang Kühnel.

Im Jahre 1911 bei einem Hersteller nahe Hannover gekauft, versah sie bis 1934 ihren Dienst in Lohra. Damals waren 12 Feuerwehrmänner nötig, um die Spritze zu bedienen. Je sechs pumpten mit Muskelkraft Wasser aus dem Vorratsbehälter.

Dieser konnte über eine Wasserleitung befüllt werden oder musste, wenn keine Rohrzuführung zur Verfügung stand – wie es damals in Lohra der Fall war –, in Eimern herangeschafft werden. Weil das Pumpen eine kräftezehrende Angelegenheit war, wechselten sich die zwei Teams im Fünf-Minuten-Takt ab.

Nach Lohra kamen die Altenverser in den Genuss der Pumpe, bis sie 1967 zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Lohraer Wehr wieder zurückkam, um im Festzug gezeigt zu werden. Doch die Erinnerung währte nicht lange. Ein Stellplatz fehlte, und so landete die Pumpe auf einer Wiese, wo sie allmählich verrottete und schließlich verkauft wurde.

von Gianfranco Fain

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