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Alle Gremien sollen einbezogen werden

Uniklinikum Alle Gremien sollen einbezogen werden

Im Streit um den Stellenabbau am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) hat sich nun auch die Geschäftsführung eingeschaltet.

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Auch die Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg bezieht Stellung.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In ihrer Stellungnahme legt die Geschäftsführung des UKGM größten Wert auf die Feststellung, „dass der vor uns stehende Prozess der Neu- und Umstrukturierung des Universitätsklinikums nur vor dem Hintergrund einer Deckungslücke von über 20 Millionen Euro in 2012 und einem Investitionsbedarf bis zum Jahr 2020 von über 200 Millionen Euro für Medizintechnik und Gebäude verstanden werden kann“. Ideen und Vorschläge dazu würden bereits auf dem Tisch liegen und sollen Schritt für Schritt mit allen beteiligten, insbesondere den Gremien des Unternehmens und den Betriebsräten, bearbeitet und umgesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund hält die UKGM-Leitung nach eigenen Angaben die Mitteilung des Betriebsrates vom Freitag in ihrer Gesamtheit für nicht geeignet, die aktuelle Situation vollständig und korrekt darzustellen. Es werde nämlich der Eindruck erweckt, es handele sich nur um Vorhaben in Marburg und nicht an beiden Standorten. Zudem seien die Zahlen eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht gewesen. Es habe entsprechende Absprachen gegeben.

„Wir werden am UKGM im angedachten Zeitraum bis 2014 nach heutigem Stand der Planungen ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen und einen neuen Stellenplan durch die normale Fluktuation anpassen können. Über beide Standorte hinweg werden 236 Stellen davon betroffen sein. Dies vor dem Hintergrund einer Stellenmehrung von rund 450 in den zurückliegenden Jahren“, informiert Pressesprecher Frank Steibli für die Geschäftsführung um Martin Menger.

Keine Kündigungen

Zur Wäscherei sei anzumerken, dass die Mitarbeiter einem Tarifvertrag unterlägen, der sie bis Ende 2015 vor Kündigungen schütze. „Daher werden sie zu gleichen Bedingungen intern umgesetzt“, betont er.

Die vorhandenen Verwaltungsstrukturen sollen laut Geschäftsleitung des UKGM bis Ende 2014 optimiert werden. Ziel sei es, standortübergreifende Geschäftsbereiche zu bilden und Aufgaben personell und örtlich zusammenzufassen, um möglichst viele Synergiepotenziale nutzen zu können. Betroffen seien zwischen 60 und 80 Vollzeitstellen, die über natürliche Fluktuation und durch „einvernehmliche Versetzungen“ abgebaut werden sollen. „Der gesamte Prozess wird in geordneten Bahnen und unter Beteiligung der Betriebsräte und der Gremien des Unternehmens vonstattengehen“, heißt es vonseiten der UKGM-Führung. Um den Mitarbeitern der beiden heutigen Verwaltungen zeitnah eine Perspektive für ihre zukünftigen Aufgabengebiete zu geben, werde dem Betriebsrat in Kürze ein Konzept zur Bildung der neuen Zentralverwaltung vorgestellt. „Unsere oberste Prämisse ist und bleibt: Die beste medizinische Versorgung und Pflege für unsere Patienten auf höchstem universitärem Niveau zu erbringen“, erklärt die Geschäftsführung abschließend.

von Katharina Kaufmann

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