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Hinterland Ahrens lässt H & M-Haus ausbauen
Landkreis Hinterland Ahrens lässt H & M-Haus ausbauen
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17:23 01.06.2016
Am Hanno-Drechsler-Platz in Marburg zwischen Universitätsstraße und Gutenbergstraße wird das H&M-Gebäude, das Unternehmerin Karin Ahrens gehört, umgebaut. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Die Baustelle am Fuße der Oberstadt ist unübersehbar: Der Aufgang zur historischen Altstadt zwischen Schlossbergcenter und H&M ist teilweise durch Handwer­kerfahrzeuge und einen Baukran versperrt.

Die Unternehmerfamilie Ahrens lässt das Gebäude, das sie seit 2004 an die schwedische Mode-Kette H&M (Hennes & Mauritz) vermietet, umbauen. Das Gebäude soll weiter ausgebaut und im inneren neu gestaltet werden. Der Umbau soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

„Ab Frühjahr 2017 zeigen wir unsere Mode in einem neuen und ansprechenden Ambiente“, teilt Tanka Hußenether von der Pressestelle von H&M auf Anfrage mit. Die Verkaufsfläche werde um 400 Quadratmeter vergrößert. Lagerflächen und leerstehende Räume werden künftig genutzt, mehr Platz wird auch durch den Umbau des Dachgeschosses geschaffen.

Keine Details zum Sortiment

Bisher gibt es in der Marburger H&M-Filiale unter anderem keine Sportbekleidung und Kosmetikabteilung. Das Unternehmen möchte allerdings derzeit noch keine Details über das neue Konzept bekanntgeben. Karin Ahrens ist mit der Entscheidung ihres Mieters zufrieden: „Wir freuen uns darüber, dass sich H&M weiterhin langfristig zu diesem Standort in Marburg bekennt und ­unsere eigene Modekompetenz bei Ahrens unverwechselbar ergänzt. H&M ist für uns keine Konkurrenz, sondern ein willkommener und unseren Standort belebender, kompetenter Mitbewerber.“

Im jetzigen H&M-Haus an der Ecke Universitätsstraße/Gutenbergstraße betrieb Ahrens von 1960 bis 1965 auf 1200 Quadratmetern das erste Kaufhaus in Marburg, das dann in einen Neubau auf der andere Straßenseite der Universitätsstraße, seinem jetzigem Standort, verlegt wurde. Das Eckgebäude wurde zum Modehaus umfunktioniert und dort zuletzt unter dem Namen Modissa – bis 2003 – betrieben.

Die Damenmode wurde in das weiter ausgebaute Ahrens-­Kaufhaus integriert. Karin Ahrens ließ das „Modissa“-Haus umbauen und vermietete es an H&M. „Obgleich für manchen damals unverständlich und von vielen als Konkurrent von Ahrens betrachtet, hat H&M in erfreulichem Umfang zur innerstädtischen Entwicklung des Standortes Universitätsstraße beigetragen“, so Ahrens.

Die nachbarschaftliche Lage zum Kaufhaus Ahrens und dem Schlossbergcenter sowie dem für 2017 vorgesehenen Umbau des gegenüberliegenden Allianz-Hauses zu einem modernen Einkaufszentrum hätten dazu geführt, dass Karin Ahrens „partnerschaftlich mit H&M jetzt das Haus weiter ausbaut und im Inneren neu gestaltet“, heißt es.

von Anna Ntemiris