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ALV komplettiert seine Linienbündel

Busfahrten ALV komplettiert seine Linienbündel

Mit dem Zuschlag für das Linienbündel Nordwest ist das gesamte Kreisgebiet wieder in der Hand von heimischen Busunternehmen. Die Kunden reisen ab Dezember in modernen Bussen mit größerem Komfort.

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Bei der gemeinsamen Testfahrt in einem der neuen Iveco-Linienbusse saßen in der vorderen Reihe (von links): Der Erste Kreisbeigeordnete und Vorstandsvorsitzende des RNV, Dr. Karsten McGovern, Hans-Christian Herrmann, RMV-Bereichsleiter Kai Daubertshäuser,

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember wird im Altkreis Biedenkopf ein Wechsel in der Beförderung von Passagieren vollzogen. Nach acht Jahren wird dann nicht mehr die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen für den RNV und RMV im Hinterland Passagiere befördern, sondern der ALV Oberhessen. Damit kommt auch das letzte Linienbündel im Landkreis in die Zuständigkeit heimischer Busunternehmen.

Das sei ein Vorteil, erklärte Dr. Karsten McGovern gestern bei einer Vorstellungsfahrt eines der 17 neuen Fahrzeuge, die auf den Linien im Hinterland eingesetzt werden. Ein Vorteil für den RNV in der Zu­sammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben, aber auch ein Vorteil für die Kunden. „Wir erhalten erneut ein Plus an Qualität. Die neuen Fahrzeuge sind besser ausgestattet und erfüllen bessere Klimaschutzstandards“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete und RNV-Vorstandsvorsitzende. Dies waren nur zwei der Aspekte, mit denen man bei den Ausschreibungen Einfluss nahm.

Die Fahrer der heimischen Unternehmen seien gut ausgebildet, kennen die Strecken und wüssten, worauf sie zu achten haben, fand Kai Daubertshäuser lobende Worte. Der RMV-Bereichsleiter hob hervor, dass durch die Ausschreibung eine der modernsten Busflotten im Bundesgebiet entstanden sei.

Die erprobten und neuen Fahrzeuge hielten alle die Euro 5/EEV-Norm ein, hätten einen geringeren Verbrauch und Schadstoffausstoß, seien barrierefrei und böten mit der Videoüberwachung ein Sicherheitsplus für Fahrgäste und Fahrer. Zudem bestünde für die Fahrgäste die Möglichkeit, sich durch die Echtzeit-Verspätungsauskunft im Internet oder per App zu informieren.

Udo Diehl drückte die Freude der drei Unternehmer des ALV aus, das Linienbündel „zurückgewonnen“ zu haben. Zudem könnten dadurch langfristig Arbeitsplätze gesichert werden. So würden 20 Fahrzeuglenker vom Vorgänger übernommen und 15 weitere seien mithilfe des Kreisjobcenters in der Ausbildung, die rechtzeitig enden würde.

Heinz-Konrad Debus vom RNV hob abschließend die gute Zusammenarbeit mit der Verkehrsgesellschaft Mittelhessen hervor, die vor acht Jahren den Zuschlag für das Linienbündel Nordwest erhalten hatte.

Alle Fahrpläne sind auf der Homepage des RNV Marburg-Biedenkopf unter www.rnv.marburg-biedenkopf.de veröffentlicht.

von Gianfranco Fain

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