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Hinterland 900 Meter neuer Radweg sind fertig
Landkreis Hinterland 900 Meter neuer Radweg sind fertig
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20:24 11.07.2011
Besichtigten den sanierten Weg (von links): Selina Alioski, Klaus Sternitzke, Marco Oppermann, Bürgermeister Andreas Schulz, Wilfried Peil und Stefan Mann. Quelle: Martina Becker

Ilschhausen. Bei nassem Wetter sei der Verbindungsweg zwischen Hachborn und Ilschhausen aufgrund seines schlechten Zustands kaum befahr- und begehbar gewesen, berichtete Bürgermeister Andreas Schulz bei der Vorstellung des nun ausgebauten Weges.

Die Strecke wurde begradigt, bekam einen festen Unterbau und wurde mit einer feinen Schotterschicht abgeschlossen. Die auf den Weg ragenden Heckensträucher wurden zurückgeschnitten. Und die bislang unwegsamen 900 Meter Feldweg sind nunmehr für Radfahrer und Fußgänger sowie für die Landwirtschaft sehr gut nutzbar. Eine Ausschilderung der Strecke als Radwegeverbindung erfolgte bereits durch die Tour GmbH des Landkreises.

Möglich gemacht hat das eine konzertierte Aktion der Jagdgenossenschaften Hachborn und Ilschhausen unter Beteiligung der Gemeinde und Mithilfe der Ortslandwirte. Gekostet hat das Ganze 9.000 Euro. Anteilig der Streckenzugehörigkeit gaben die Hachborner Jagdgenossen 2.221 Euro und die Ilschhäuser 1.110 Euro. Der Differenzbetrag steuerte die Gemeinde bei. „Damit wurde mit vergleichsweise kleinem Geld viel erreicht“, sagte Schulz. Der Bau einer guten Rad- und Fußwegverbindung zwischen Hachborn und Ilschhausen ist schon lange Wunsch der Bürger beider Dörfer.

Auch der Kreistag habe dies als wichtig angesehen und einen Weg entlang der Kreisstraße schon vor Jahren auf die Prioritätenliste gesetzt, erklärte der Bürgermeister: „Es ist aber kein Geld da, um ein solches Vorhaben zu realisieren.“ Deshalb wurde mit der jetzigen Regelung eine alternative Lösung gefunden.

Die Abwicklung hatten die Jagdgenossenschaften, denen insgesamt 160 Hachborner und 16 Ilschhäuser Landbesitzer angehören, in die Hand genommen. Die Arbeiten führten größtenteils Fachfirmen aus. Wilfried Peil, Jagdgenossenschaftsvorsteher von Hachborn, berichtete, dass die eingenommene Pacht für das Jagdrecht traditionsgemäß der Allgemeinheit gespendet werde.

„Es ist gut, wenn alle an einem Strang ziehen zum Wohle der Gemeinde“, sagte Peil. Auch die Hachborner und Ilschhäuser Ortsvorsteher Marco Oppermann und Klaus Sternitzke, freuten sich über die jetzt komfortable Wegverbindung, die die vielfältigen Beziehungen zwischen beiden Dörfer stärke.

Der Bürgermeister hofft auf viele Nachahmer. Roßberg warte ebenfalls mit Ungeduld auf einen Radweg nach Dreihausen. Dort ist ein ähnliches Vorgehen geplant.

von Martina Becke