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80er erleben Renaissance

Frisurentrends 80er erleben Renaissance

Die Achtziger liegen wieder voll im Trend - zumindest was die Frisuren angeht. Das hat der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks in seiner Frühjahrspräsentation der Frisurenmode in Dautphe gezeigt.

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Weil zwei Kolleginnen erkrankt waren, musste Obermeister Karlheinz Koch diesmal selbst zur Schere greifen. Der ehemalige Friseur-Weltmeister frisiert Virginia Moreno.

Quelle: Sascha Valentin

Dautphe. Die Grundschnitte der 80er Jahre werden in diesem Frühjahr und Sommer wieder aufgegriffen, erklärte der Obermeister der Biedenkopfer Friseur-Innung, Karlheinz Koch. Allerdings würden die Frisuren von damals nicht einfach kopiert, sondern weiterentwickelt. Die Schnitte seien abgestufter und dadurch facettenreicher als ihre Vorläufer.

Besonderes Merkmal sind dabei unterschiedliche Längen. Durch sie wirken die Frisuren quirliger, ungestümer und lebendiger, was vor allem auf dem Männerkopf zum Ausdruck kommt: Der mit Gel fixierte Fransenlook liegt hier voll im Trend. Dabei sei aber Vorsicht geboten, riet Koch: "Gel ist nicht gleich Gel. Da gibt es riesige Unterschiede." Am besten sei es, sich von seinem Friseur beraten zu lassen.

Doch nicht nur bei den Herren sind lebhafte Frisuren angesagt, auch auf dem Damen-Kopf wird Unruhe als gezieltes Stilmittel eingesetzt. Im Trend liegen in dieser Saison lange Haare, betonte Koch - auch deshalb, weil diese sich recht einfach umformen und neu komponieren lassen. Langhaarfrisuren können schnell hochgesteckt werden und so einen komplett neuen Look ergeben, wie der Meister an mehreren Modellen auf der Bühne demonstrierte.

Kochs Appell an seine Kollegen: "Scheuen Sie nicht davor zurück, richtige Fetzen aus dem Haar zu schneiden." Durch solche Abstufungen erziele man die besten Effekte und für die Kundinnen habe es den Vorteil, dass sie mit ihrer Frisur schnell zurechtkomme.

Das Konzept unterschiedlicher Längen findet sich aber auch bei kürzeren Haaren wieder. Dort könne zum Beispiel ein fülliger Pony mit einem kürzer geschnittenen Hinterkopf kombiniert werden.

Abgerundet wurde die Frisurenpräsentation durch eine Schminkvorführung von Karina Debus, die bei zwei der Models den neuen Haarschnitt mit der passenden Kosmetik unterstrich. Nicht minder interessant als die neuen Trendschnitte war aber die Diskussion, die sich im Anschluss an die Modenschau entwickelte. Karlheinz Koch bemängelte, dass die Präsentation längst nicht mehr so viele Friseure anlocke wie noch vor zehn oder 20 Jahren. Vor allem Auszubildende finde man in den Reihen kaum welche. Von derzeit acht Lehrlingen im dritten Ausbildungsjahr waren an diesem Abend gerade einmal zwei anwesend. Dabei könne man gerade von solch einer Präsentation einiges mitnehmen, betonte Koch.

von Sascha Valentin

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