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70000 Euro Schaden, keine Verletzten

Zimmerbrand 70000 Euro Schaden, keine Verletzten

Ohne Verletzte, aber mit einem geschätzten Schaden von rund 70000 Euro endete am Donnerstagabend ein Zimmerbrand im Biedenkopfer Stadtteil Wallau.

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Entspannt war die Lage, nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte. Dieser entstand rechts außen im Obergeschoss des Hauses.

Quelle: Andreas Schmidt

Wallau. Gegen 20.15 Uhr brach am Donnerstag im Obergeschoss eines Einfamilienhauses in der „Alte Straße“ 9 ein Zimmerbrand aus. Laut Polizeisprecher Jürgen Schlick habe nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt den Brand ausgelöst.

Eine 62-jährige Bewohnerin des Hauses habe das Feuer in dem Gästezimmer bemerkt und versucht, die Flammen mit einer Decke zu ersticken. Als dies fehlschlug, alarmierte sie die Feuerwehr.

Friedrich Heldt, Wehrführer in Wallau, beschreibt die Situation beim Eintreffen der Feuerwehr: „Den Erstangriff hat ein Trupp unter Atemschutz mit Schlauch vorgenommen.“ Zunächst öffneten die Feuerwehrleute ein Fenster im Flur, „damit der Rauch abziehen konnte. Und dann sind sie zur Brandbekämpfung vorgerückt.“

Ein Sicherungstrupp der Feuerwehr Breidenstein sei nachgerückt, kurze Zeit später hätte die Drehleiter aus Biedenkopf mit dem Löschen von außen begonnen. „Problematisch war, dass wir zunächst den Brandraum nicht betreten konnten“, erläutert Heldt - es sei einfach zu heiß gewesen.

Nach etwa einer halben Stunde war der Brand gelöscht. „Nun müssen wir noch eine Schrankwand abrücken, denn dahinter vermuten wir noch ein Glutnest“, sagt Heldt. Das habe die Überprüfung mit der Wärmebildkamera ergeben.

Problematisch war, dass der Qualm das gesamte Haus durchzog. Daher mussten sich die Bewohner zumindest für die Nacht eine neue Bleibe suchen. „Wir haben das Gebäude allerdings mit Drucklüftern weitestgehend rauchfrei bekommen“, so Heldt.

Groß war die Hilfe durch die Anwohner: Sie versorgten sowohl ihre Nachbarn als auch die Feuerwehrleute, nachdem die Arbeiten beendet waren, mit heißem Kaffee.

Ob sich die Vermutung des technischen Defekts bestätigt, sollen die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei erörtern, die bereits am Donnerstagabend das Zimmer in Augenschein nahmen. Sie wollten ihre Untersuchungen am Freitag fortsetzen.

Laut Polizeisprecher Schlick beläuft sich der Schaden durch den Brand und die starken Rußablagerungen auf den Wänden im Haus auf mindestens 70000 Euro. Erste Ermittlungserkenntnisse erhärteten die Vermutung eines technischen Defekts, die Ermittlungen dauern allerdings noch an.

von Andreas Schmidt

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