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27 „Erstis“ studieren in Biedenkopf

TH Mittelhessen 27 „Erstis“ studieren in Biedenkopf

Das „Studium Plus“ und der Standort Biedenkopf der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) boomen. Dies berichtete der Campusleiter während der Begrüßung des neuen Erstsemesterjahrganges.

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Diese Erstsemester haben zum Wintersemester ihr Studium an der THM Biedenkopf aufgenommen.

Quelle: Sascha Valentin

Biedenkopf. Der mittlerweile sechste Hochschuljahrgang ist der größte. 27 Erststudierende haben an der THM in Biedenkopf zum Winterhalbjahr begonnen.

Die Metropolen blieben mit ihren Hochschulen zwar Magnete für Studenten, sagte Campusleiter Professor Gerd Man­thei. Aber das „Studium Plus“ sei gefragter denn je. „Wir haben mehr Bewerbungen als freie Plätze“, betonte er. Dabei richtete er auch einen Appell an die kooperierenden Unternehmen, nach Möglichkeit mehr Plätze­ zur Verfügung zu stellen, um noch mehr Studenten die Möglichkeit zu bieten, in Biedenkopf zu studieren.

Inklusive der 27 Erstsemester in den Bachelor-Studiengängen Betriebswirtschaft (Fachrichtung Mittelstandsmanagement), Ingenieurwesen Maschinenbau (Fachrichtung Formgebung und Hygiene Design) sowie Wirtschaftsingenieurwesen (Fachrichtung Vertrieb) absolvieren derzeit 61 junge Menschen ein „Studium Plus“ in Biedenkopf.

Flammer lobt Politik und Unternehmen

Ebenfalls bemerkenswert: Die Zahl der Absolventen, die zuvor eine duale Ausbildung abgeschlossen haben, ist deutlich gestiegen. Bisher lag der Anteil der Studierenden mit einer solchen Ausbildung bei etwa 50 Prozent, sagte Manthei. In diesem Jahrgang betrage die Quote aber fast 75 Prozent. Eine duale Ausbildung sei immer eine gute Grundlage für ein weitergehendes Studium, sagte Eberhard Flammer als Vertreter der Unternehmen und Vorstandsmitglied des „Competence Center Duale Hochschulstudien“.

Wer sich für ein „Studium Plus“ entscheide, genieße die Privilegien, in der Heimat studieren zu können und das Studium von den Betrieben, in denen man während der Semesterferien arbeitet, finanziert zu bekommen, betonte er. So etwas in Biedenkopf bieten zu können, sei ein Verdienst der Politik und der beteiligten Unternehmen, sagte Flammer, der beiden Seiten dankte und an die Firmen appellierte, noch mehr Studierende nach Biedenkopf zu schicken.

Diese seien nun einmal das wichtigste Potenzial der Unternehmen, bekannte auch Landrätin Kirsten Fründt (SPD). „Wir sind eine wirtschaftsstarke Region und die Studenten tragen dazu bei, dass dies auch so bleibt“, erklärte sie.

Öcalan fordert Disziplin und Engagement

Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Dautphetal, Lars Kolbe (CDU), betonte stellvertretend für die Hinterländer Bürgermeister, wie wichtig der Standort Biedenkopf der THM für Kommunen und Region sei. Kolbe nutzte dafür das Beispiel seines eigenen Abiturjahrgangs. Von den 70 Abiturienten seien gerade einmal 20 im Hinterland geblieben. Die restlichen 50 verstreuten sich über ganz Deutschland – unter anderem, weil sie woanders studiert und dann woanders Arbeit gefunden haben. „Wer weg ist, ist weg“, brachte es Kolbe auf den Punkt.

Schließlich wandte sich auch Özan Öcalan, stellvertretender Semestersprecher des Studiengangs Ingenieurwesen, an die neuen Erstsemester und verwies auf die Vorteile, die das „Studium Plus“ gegenüber anderen Studiengängen an Universitäten biete. Dazu gehörten die Praxisnähe und die Eingliederung in einen Betrieb, in dem die Studierenden später auch arbeiten könnten. Doch auch wenn die Durchfallquote beim „Studium Plus“ gering sei, erfordere es Disziplin und Engagement, sagte Öcalan.

Dem schloss sich auch Professor Manthei in seinen an die Studenten gerichteten abschließenden Worte an: Sie sollten bodenständig bleiben, ruhig einmal die Gelegenheit zu einem Auslandssemester an einer der mehr als 100 Partnerhochschulen der THM weltweit nutzen und vor allem Freundschaften knüpfen, die lange bestehen bleiben.

von Sascha Valentin

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