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370 Altbewerber suchen eine Lehrstelle

Arbeitsagentur 370 Altbewerber suchen eine Lehrstelle

Nicht nur Jugendliche, die in diesem Jahr die Schule abschlossen, suchen noch nach Ausbildungsstellen, auch viele sogenannte Altbewerber bemühen sich um eine Lehrstelle.

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Diese beiden Auszubildenden können sich glücklich schätzen: Sie haben eine Lehrstelle gefunden. Zahlreiche Jugendliche im Landkreis suchen noch.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. „Ausbildung ist die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft, das gilt auf beiden Marktseiten“ sagt Rolf-Werner Schmittdiel, Teamleiter des Arbeitsgeberservice der Agentur für Arbeit Marburg. „Unser Ziel ist es, ausbildungsinteressierte junge Menschen mit den Ausbildungsbetrieben zusammenzubringen“. Das gilt laut Schmittdiel nicht nur für die diesjährigen Schulabgänger, sondern auch für Jugendliche, die ihre Schulzeit schon früher beendet haben, sogenannte ­Altbewerber. „Schließlich sind die Potenziale aller Jugendlichen zu nutzen, um perspektivisch den Fachkräftebedarf von heimischen Betrieben sicherzustellen“, erklärt Schmittdiel.

Altbewerber sind Jugendliche auf Ausbildungsstellensuche, die 2009 oder schon früher die Schule verließen. Laut Defini­tion der Arbeitsagentur handelt es sich dabei um verschiedene Gruppen von Jugendlichen: Es seien einerseits junge Menschen, die bislang vergeblich nach einer Ausbildungsstelle suchten. Andererseits seien es auch Jugendliche, die sich erst spät bei der Arbeitsagentur meldeten, weil sie nach der Schule nicht sofort den Weg in Richtung Ausbildung einschlugen, sondern zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Auslandspraktikum, Wehr- oder Zivildienst oder eine Au-Pair-Zeit im Ausland absolvierten. Mitunter sind es auch Jugendliche, die nach ein paar Semestern Studium jetzt eine Ausbildung beginnen wollen. Zudem zählen auch lern- und leistungsschwächere Jugendliche, die Probleme mit dem direkten Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung haben, dazu.

Derzeit gibt es im Bezirk der Agentur Marburg 370 Jugendliche, die als Altbewerber gelten.

Arbeitgeber, die zusätzliche Ausbildungsplätze für diese Jugendlichen bereitstellen, können dafür bei der Agentur für Arbeit einen Ausbildungsbonus beantragen. „Dieser wird in der Regel als Zuschuss in Höhe von 4 000 bis 6 000 Euro an Arbeitgeber gezahlt, die zusätzliche Ausbildungsstellen schaffen und besonders förderungsbedürftige Auszubildende einstellen“, erläutert Schmittdiel.

Mehr Informationen gibt es bei Agentur für Arbeit Marburg unter Telefon 0 18 01 / 555 111 (Arbeitnehmer), 0 18 01 / 66 44 66 (Arbeitgeber), (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min) oder per E-Mail: Marburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

von Katharina Kaufmann

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