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323.000 Euro für die Instandhaltung

Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsbau-Genossenschaft 323.000 Euro für die Instandhaltung

Die Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsbau-Genossenschaft kann positiv auf das vergangene Jahr zurückblicken.

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Stefan Funk von der Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft stellte den Mitgliedern den Geschäftsbericht 2010 vor.

Quelle: Heiko Krause

Cappel. Die ordentliche Mitgliederversammlung beschloss im Gasthaus Carle in Cappel, den Bilanzgewinn in Höhe von fast 120.000 Euro den Ergebnisrücklagen zuzuweisen, wo er für Investitionen zur Verfügung steht.

Wie Geschäftsführer Stefan Funk berichtete, verwaltet die Genossenschaft derzeit 438 Wohnungen in 75 Häusern, sowie 77 Garagen. Von den Wohnungen seien 138 öffentlich, der Rest frei finanziert. Erfreulich sei es, dass sich im Jahr 2010 mit 52 im Vergleich zu 75 im Vorjahr die Wohnungswechsel verringert hätten. Offene Mietforderungen seien dagegen leider von etwa 21.000 Euro auf 25.554 Euro angestiegen.

Haupteinnahmequelle der Genossenschaft sind laut Funk die Mieteinnahmen. „Am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung 2010 steht ein Jahresüberschuss von 133.315 Euro, dass sind fast 50.000 Euro mehr, als noch 2009“, betonte der Geschäftsführer. Nach der gesetzlichen Einstellung in die Ergebnisrücklage verbliebe der Bilanzgewinn von rund 120.000 Euro.

Im vergangenen Jahr investiert die Genossenschaft 323.000 Euro in die Instandhaltung der Gebäude und Wohnungen. „Die Investitionen in Modernisierung beliefen sich auf 27.000 Euro“, berichtete Funk. Dies diene vor allem der Sicherung der dauerhaften Vermietung und der Anpassung an heute übliche Wohnungsstandards. 2010 hätten unter anderem die Liegenschaften Sohlgraben 21 und 23 im Marburger Stadtteil Cappel einen neuen Farbanstrich erhalten. Des Weiteren seien beispielsweise Zaunanlagen erneuert und Zuwege gepflastert worden.

Für das laufende Jahr kündigte Funk Sanierungen von Gebäuden in Kirchhain, Bellnhausen und Cappel an. Unter anderem sollen Dacherneuerungen, Mauergestaltungen und der Bau eines Spielplatzes durchgezogen werden.

Aufgrund der Vielzahl von anstehenden Aufgaben kann es laut Geschäftsbericht jedoch kurzfristig zu einem Renovierungsrückstau kommen, der aufgrund der finanziellen Lage auch zu kurzfristigem Leerstand führen könne.

Wie Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Böhm ausführte, sei die Vermögens-, Kapital-, und Finanzstruktur der Genossenschaft stabil, bedürfe jedoch als Absicherung ständiger Kontrolle. Ziel sei es, bezahlbaren und menschenwürdigen Wohnraum zu schaffen. Der durchschnittliche Mietzins liege bei der Genossenschaft bei 4,30 Euro, der Hessenschnitt liege um 80 Cent pro Quadratmeter höher, wofür natürlich auch regionale Unterschiede sorgten.

Erfreulich sei, dass der eigene Leerstand nur bei 1,4 Prozent liege, in Mittelhessen betrage er durchschnittlich drei Prozent. „Und das ist auch gut so, denn wir sind auf die Mieteinnahmen angewiesen“, betonte Böhm. Denn nur damit könne auch investiert werden.

Böhm wies darauf hin, dass vor allem die Nebenkosten derzeit überproportional steigen würden. Das liege vor allem an den hohen Energiekosten, die auch durch energetische Modernisierungen nicht aufgefangen werden könnten. Investitionen würden jedoch durch die Nettomieteinnahmen bestimmt. Eine Gefahr sehe er deshalb bei Investitionsstau darin, dass Bestände zunehmend nicht mehr modernisierbar sein könnten.

von Heiko Krause

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