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300 Gäste unterstützen „Imanuel“

Honspiz-Benefiz 300 Gäste unterstützen „Imanuel“

Wie viel Geld das Benefizkonzert im Lohraer Bürgerhaus für den in Gladenbach ansässigen Hospizdienst eingebracht hat, seht erst im Laufe dieser Woche fest.

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Der Gesangverein Lohra war einer der Chöre, die unentgeltlich beim Benefizkonzert für den Hospizdienst Imanuel vom Publikum zu hören waren.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. Rund 300 Besucher kamen am Freitagabend zum Benefizkonzert für den Hospizdienst Imanuel in das Lohraer Bürgerhaus, wo sie vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Heinrich Böth, dem Gesangverein „Liederhort“ Lohra mit Dirigentin Irina Warkentin, dem Männergesangverein „Concordia“ Altenvers sowie dem gemischten Chor und dem Chor „Cantelo“ aus Weipoltshausen, alle unter der Leitung von Jürgen Kunz, unterhalten wurden.

Siegfried Klein, Gladenbacher Pfarrer im Ruhestand, moderierte die Veranstaltung und Dr. Hermann-Josef Wagener, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Gladenbach-Hartenrod, berichtete von der Arbeit des Hospizdienstes. Dieser im Jahr 2004 gegründete Dienst hat 50 ehrenamtliche Helfer und 20 Personen in Ausbildung. „Demnächst haben wir 70 ehrenamtliche Helfer, die zu einem Leben und Sterben in Würde beitragen“, berichtete Wagener, der selbst die Ausbildung leitet.

„Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“, sagte Lohras Bürgermeister Georg Gaul. Er kenne die Arbeit des Hospizdienstes seit zwei Jahren auch von Gesprächen mit Lohras Ortsvorsteherin Elfriede Köhler, die ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hospizdienst ist, sagte der Bürgermeister. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass Angehörige beim Sterben eines nahestehenden Familienmitglieds oftmals total überfordert seien und es tue einfach gut, wenn einem in einer solchen Situation kompetente Leute einfach zur Seite ständen, sagte Gaul.

„Wir sind kein Pflegedienst und werden dessen Arbeit auch nie ersetzen“, stellten die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Doris Pitzer und Susanne Schneider ihre Arbeit vor. Sie seien zunächst für die Koordination und dann für die Einführung der ehrenamtlichen Mitarbeiter zuständig, sagte Schneider. Lebensbedrohlich Erkrankte oder deren Angehörige könnten sich an den Hospizdienst wenden und jeder der Interesse am Umgang mit Menschen habe, könne sich für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Helfer anmelden, ermunterte Schneider die Gäste.

Dem Hospizdienst Imanuel stehen Palliativmediziner zur Seite, die über Medikamente verfügen, um unnötige Schmerzen in der letzten Lebensphase eines Menschen zu vermeiden.

Das erste Benefizkonzert des Hospizdiensts Imanuel fand 2010 in Gladenbach statt. Danach folgten Konzerte in Bischoffen und Breidenbach. Das Konzert in Lohra war das vierte seiner Art. Die Besucher erhielten eine Informationsbroschüre über den Hospizdienst und einen Umschlag, in den sie ihre Spende einlegen konnten.

Heimische Betriebe hatten die Organisation des Konzerts unterstützt, die Umschläge wurden in den versiegelten Spendenboxen mitgenommen und werden von den Vereinskassierern geöffnet und gezählt, sagte Vorstandsmitglied Dr. Heinz Kuhl.

von Anita Ruprecht

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