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Hinterland 26 Kilometer vom Start bis zum Ziel
Landkreis Hinterland 26 Kilometer vom Start bis zum Ziel
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18:22 30.04.2012
Bei Kaiserwetter machten sich die Weifenbacher am Samstag auf zur ersten Etappe der Grenzbegehung.Fotos: Sascha Valentin
Weifenbach

Seit dem Wochenende befindet sich der Biedenkopfer Stadtteil Weifenbach in Feierlaune: Mit der ersten Etappe der Grenzbegehung fiel am Samstag der offizielle Startschuss zur 750-Jahr-Feier, am Sonntag, wurde die zweite Etappe der Grenze abgelaufen. Das größte Geschenk zum Auftakt des Jubiläums war das Kaiserwetter: 300 Wanderer schwitzten bei sonnigen 30 Grad.

Bevor sich die Massen von der Dorfmitte aus in Bewegung setzten, stand erst die feierliche Enthüllung des Gedenksteins an, mit dem die Dorfgemeinschaft ihren Slogan „Weifenbach ist anders!“ unterstrich. Anstatt des sonst üblichen Findlings mit einer Gedenktafel, hatten sie sich für einen Bogen aus Sandstein entschieden, der nun den Grünstreifen „Auf dem Breiten“ in der Ortsmitte ziert. Auf dem Bogen steht in großen Lettern der Dorfname sowie die beiden Jahreszahlen der urkundlichen Ersterwähnung und der Jubiläumsfeier: 1262 und 2012.

„Weifenbach ist nicht nur anders, Weifenbach ist einfach toll“, kommentierte Bürgermeister Joachim Thiemig den Steinbogen, den er gemeinsam mit Ortsvorsteher Oliver Kirschneck und den Vertretern der Dorfgemeinschaft - allen voran Vorsitzender Markus Müller - enthüllte. Gefertigt hat den Bogen Steinmetzmeister Ulrich Behner.

Nicht nur weil sie heute so schön strahle, sei Weifenbach eine Sonnenscheingemeinde, ergänzte der Bürgermeister. In diesem Jahr habe der kleine Ort noch reichlich Gelegenheit zu zeigen, was in ihm steckt. Nachdem der Stein ausgiebig bewundert, mit einem Schnäpschen begossen und dem „Weifenbacher Lied“ eingeweiht wurde, schickte ein Donnerhall die wartenden Wanderer schließlich auf die Tour. Vornweg radelten etwa 40 Mountainbiker, die von Marcel Müller und Dirk Balzer angeführt wurden. Sie waren angetreten, um den gesamten Grenzverlauf - knapp 18 Kilometer - auf ihren Rädern zu erkunden. Dahinter folgte im Stile des großen Bruders Biedenkopf eine Einheit Grenzgangsreiter und denen schloss sich schließlich das „Fußvolk“ an, das sich zunächst Richtung Wallau und von dort über den Lausberg hinauf zur Sackpfeife schob, wo die schweißnassen T-Shirts erst einmal getrocknet und der Durst mit kühlen Getränken gestillt werden konnte.

Nach der Rast ging es über die Hangsköpfe wieder hinab ins Tal Richtung Schutzhütte, wo Wanderer und Radler schließlich wieder zusammentrafen und den gelungenen ersten Tag ihrer Grenzbegehung gemeinsam feierten. Einen besonderen Dank sprachen die Wanderer dabei Martin Müller aus, der den Grenzverlauf vor dem Lauf freigeschnitten hatte, sodass dieser überall begehbar war. Lange ausruhen konnten sich die Weifenbacher allerdings nicht. Am Sonntag ging es mit der zweiten Etappe weiter. Die fiel mit 8,2 Kilometern und einer Höhendifferenz von 250 Metern gemäßigter aus als der Anstieg am Samstag.

von Sascha Valentin

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